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  • Amazon und Instagram – sei da wo die Zielgruppe ist

    Amazon und Instagram – sei da wo die Zielgruppe ist

    Stellen Sie sich vor, Sie sind auf der Suche nach einer neuen Uhr. Wie nehmen Sie die Suche danach in Angriff und wo setzen Sie den Kauf um? Online oder offline? Der klassische Prozess und somit die Suche nach einem Produkt beginnt heute fast immer im Internet.

    Was Chanel kann, kann Amazon schon lange

    Fast jeder nutzt als erstes die Google Suchfunktion und oft im zweiten Schritt dann die Suchfunktion auf Amazon. Je nach Art des Produktes stellen aber auch andere Kanäle wie Pinterest und Instagram eine viel bessere Plattform für z.B. Fashion dar. Wie nutzen also Marken und sogar Marktplätze wie Amazon diesen Trend für den Verkauf ihrer Ware?

    Dass Marken wie Hugo Boss oder Chanel ihre Produkte auf Instagram promoten ist schon lange nichts Neues mehr. Mit tollen Produktbildern in hoher Qualität, Influencern und einem starken Team aus Fotograf, Model und MakeUp Artist dahinter, generieren die Unternehmen nicht nur hohen Traffic auf ihrer Website sondern kurbeln durch den Insta Shop auch ihre Sales an.

    Diese Chance nutzen mittlerweile auch Marktplätze wie Amazon und Co. um die Produkte anderer Marken aber auch ihre Eigenen zu pushen – Customer Journey in Perfektion.

    Facebook und Instagram als Vertriebskanal

     Accounts mit einem klaren Zielgruppenfokus haben die Möglichkeit global ihre Kunden in Sekundenschnelle zu erreichen – so werden oft belächelte Instagramprofile zu echten Umsatztreibern.

    So testet auch Amazon klickbare Mode auf dem Instagram Profil Amazon Fashion. Was dort in Flat Lays oder von Influencern und Models präsentiert wird, kann mit einem einfachen Klick über Amazon gekauft werden. Damit passt sich Amazon nicht nur dem aktuellen Trend im eigentlichen Sinn, sondern auch auf Vertriebsebene an.

    Momentan wird Amazon Fashion in den USA, Indien und Europa getestet, der Prozess ist jedoch noch nicht ganz optimiert und User Experience freundlich aufbereitet. Besucht man Amazon Fashion EU und scrollt durch den Feed stellt man schnell fest, dass das Profil nicht mit Instagram Shop verbunden ist. Das Vorgehen ist ein Anderes: Oben in der Bio befindet sich ein Link mit dem sich ein Likeshop (Feature von Dash Hudson) öffnet indem der gesamte Feed nochmal abgebildet wird.

    Screenshot: Amazon Fashion Europe Likeshop
    Screenshot: Amazon Fashion Europe Likeshop

    Klickt man im nächsten Schritt auf ein Bild, öffnet sich ein Fenster in dem das Bild nochmal etwas vergrößert gezeigt ist. Auf dem Produkt erscheint eine klickbare Nummer die den User dann wiederum in diesem Beispiel auf die Website von Amazon.de weiterleitet.

    Screenshot: Amazon Fashion Europe Likeshop
    Screenshot: Amazon Fashion Europe Likeshop
    Screenshot: Amazon Fashion Amazon
    Screenshot: Amazon Fashion Amazon

    Bei dem jetzigen Prozess muss der Kunde zwar noch ein paar Klicks zu viel machen, er gelangt aber trotzdem schnell zu dem Produkt ohne vorher selbst die Fülle an Produkten durchforsten zu müssen. Ein vereinfachter Prozess für den Kunden der jedoch noch nicht vollends optimiert ist.

    Auf Amazon Fashion Indien und Amazon Fashion USA ist das Prinzip mit dem separaten Likeshop übrigens das Selbe.

    Influencer verkaufen Produkte von Amazon

     Durch den bisherigen Erfolg von Shoppable Posts und den Profit den Influencern dadurch für Unternehmen generiert haben, könnte das ganze Prozedere für Amazon in Zukunft soweit gebracht werden, dass jeder Influencer seinen eigenen Likeshop hat. Davon profitieren natürlich auch Seller und Vendoren. Das Prinzip wird deutlich wenn man sich das Beispiel von Amazon Fashion Europe und der Influencerin Anuthida anschaut.

    Screenshot: Anuthida Instagram
    Screenshot: Anuthida Instagram

    In diesem Post macht die Influencerin deutlich, dass sie Fashion Pieces von Amazon Fashion Europe trägt und man zu den Teilen gelangt wenn man auf den Link in ihrer Bio klickt. Letztendlich wird man zu Amazon.de weitergeleitet und kann direkt das Outfit und alle anderen Favoriten von Anuthida shoppen.

    Screenshot: Amazon Fashion Europe I Anuthida
    Screenshot: Amazon Fashion Europe I Anuthida

    Direkt zum Anfang das Fundament schaffen

    Als Marke oder auch als Marktplatz muss man da sein wo die Zielgruppe ist. Und ist das Produkt aus dem Segment Fashion ist der Kunde definitiv auf Instagram und Pinterest unterwegs. Deshalb gehört zum Aufbau einer Eigenmarke auch das Aufsetzen von relevanten Social Media Kanälen und der Aufbau einer starken Community.

    Amazon Fashion hat sich bereits gut auf Instagram etabliert und promotet sowohl eigene als auch Produkte anderer Marken indem ein eigener Likeshop aufgebaut wurde. Der Teil der Amazon Kunden der an Fashion interessiert ist, ist in jedem Fall auf Instagram aktiv und so hat Amazon einen relevanten Teil in Social Media verlagert und spricht die Zielgruppe direkt dort an wo sie sich auch in ihrer Freizeit befindet.

    Amazon ist sicherlich auf einem guten Weg sich in der Fashionwelt zu etablieren und ist auch auf Vertriebsebene am Puls der Zeit.

  • Algorithmen und Bewertungen sind das neue Vertrauensbarometer

    Algorithmen und Bewertungen sind das neue Vertrauensbarometer

    Welchen Wert hat eine Marke noch in einer Zeit, in der Amazon und andere Marktplätze den Online-Handel zunehmend bestimmen? Diese Frage, die Peter Höschl auf shopanbieter.de kürzlich ausführlich diskutiert hat, lässt sich mit einer beliebigen Produktsuche auf Amazon leicht illustrieren:  Sucht man auf Amazon.de beispielsweise nach „kabellose Kopfhörer“, bekommt man über 10.000 Ergebnisse, viele sind äußerlich und anhand der technischen Features kaum voneinander zu unterscheiden.

    Wenig klingende Namen wie Holyhigh, Zling, CYDZ, Havit, Mpow, Ifecco und Aukey dominieren die Liste, und sie alle kosten deutlich weniger als Produkte der etablierten Marken wie Bose oder JBL, die in den Suchergebnislisten übrigens abgeschlagen erst auf den hinteren Plätzen erscheinen.

    Das Beispiel zeigt: Amazon ersetzt das bisher gültige Markenvertrauen durch Algorithmen. Kunden sollen nicht mehr wie früher gezielt die Markenprodukte auswählen, denen sie vertrauen, stattdessen will Amazon die Auswahl für sie treffen – basierend auf Algorithmen. Produktrezensionen und -bewertungen werden zum Schlüssel zu den besten Produkten in Amazons immer umfangreicher werdenden Sortiment.

    „Marken waren das Vertrauensbarometer der Vergangenheit, heute treten an ihre Stelle Algorithmen und Produktbewertungen“, ist Klaus Forsthofer von Marktplatz1 überzeugt. „Allerdings: Auch Bewertungen sind Assets, die man wiederum für den Markenaufbau nutzen kann.“

    Des einen Leid ist dabei des anderen Freud: Während etablierte Marken mit dem Bedeutungsschwund ihrer mühsam und teuer aufgebauten Brand zu kämpfen haben, nutzen vor allem kleine Hersteller und Händler die Währungen Produktbewertungen, Algorithmus und Preisattraktivität zum Aufbau von eigenen Private Labels.

    Fast stündlich werden neue Eigenmarken von kleinen, jungen Herstellern auf Amazon gelauncht – eine Tatsache, die Joe Kaziukenas, Gründer des US-E-Commerceportals „Marketplace Pulse“, kürzlich zu der zugespitzten Aussage brachte, Amazon sei „eine Brutstätte für schwache Marken“. Sicherlich eine steile These, die aber nicht völlig aus der Luft gegriffen ist. Denn klassischer Markenaufbau kostet Zeit und Geld – einen Algorithmus richtig anzusprechen ist oft viel einfacher und schneller.

    Aus der Maße herausragen mit Sichtbarkeitsstrategien

    Etablierte Marken, die gegen die Algorithmus-Profis auf Amazon bestehen wollen, dürfen sich nicht auf die Strahlkraft ihrer Marke verlassen, sondern müssen aktiv werden, rät Klaus Forsthofer:

    „Sie brauchen perfekt gestaltete Listings, einen eigenen Brandstore und ausgezeichneten Content, sie sollten an Amazons Rezensions-Programm VINE teilnehmen und AMS (Amazon Marketing Services) für das Marketing nutzen sowie mit externem Traffic (z.B. Landingpages, Facebook, Instagram etc.) für mehr Sichtbarkeit bei Amazon sorgen“, so der Berater. „Ohne die ganze Klaviatur geraten sie gegenüber den kleineren, neuen Marken auf Amazons ins Hintertreffen.“

    Hier geht es zum sehr ausführlichen Interview Marken und der Algorithmus: Was sind Marken im Amazon-Zeitalter noch wert? mit Peter Höschl und Klaus Forsthofer bei shopanbieter.de

  • Amazon Brandbuilding – mit der Eigenmarke auf Amazon durchstarten

    Amazon Brandbuilding – mit der Eigenmarke auf Amazon durchstarten

    In diesem Interview mit Markenexpertin und MarktPlatz1-Netzwerkpartnerin Constanze Wolff verrät sie uns, warum es noch nie so leicht war, sich als Newcomer mit einer Marke auf Amazon zu etablieren und welche Vorteile sich daraus ergeben.

    Über Constanze Wolff

    Constanze ist als diplomierte Modedesignerin die Gründerin und Inhaberin von verschiedenen Labels in der Textilbranche und damit ein echtes Allround-Talent was den Aufbau einer Marke angeht. Als Kreativkopf und Powerfrau steht sie nicht nur hinter ihren eigenen Marken, sondern bietet auch anderen Projekten einen echten Mehrwert. So hat sie in der Vergangenheit unter anderem den Verein “Women in Digital e.V.” mitgegründet und das Förderprogramm “Unternehmerinnen der Zukunft” als Amazon-Coach unterstützt.

    Liebe Constanze, verrate uns mal, warum werden Eigenmarken Deiner Meinung und Erfahrung nach immer wichtiger?

    „Noch nie gab es so viele Produkte wie zum jetzigen Zeitpunkt. Damit man in dieser Masse nicht untergeht, ist es wichtig Wiedererkennbarkeit aufzubauen, das schafft man nur mit einer Marke. Da nur wenige Menschen einem No-Name-Produkt vertrauen, ist es von großer Bedeutung mit der eigenen Marke präsent zu sein und damit nicht nur Qualität, sondern auch Vertrauen zu vermitteln. Nur so können das Markenimage gesteigert und auch gleichzeitig die Preise der Produkte angezogen werden. Heutzutage findet der Markenaufbau primär digital statt, weshalb der Invest oft geringer als früher ist und der gesamte Prozess schneller abgewickelt werden kann, da Marken ihre Offline-Präsenz erst aufbauen und nachrüsten, wenn Online bereits ein gutes Image aufgebaut ist.“

    Womit sollte man anfangen?

    „Die Idee zu einem Produkt und den Besitz von Kapital vorausgesetzt, sollte im ersten Schritt eine Markt – sowie Wettbewerbsanalyse gemacht werden. Hier geht es darum sich den Ist-Zustand des Marktes anhand eines kontinuierlichen Vergleichs von Produkten oder Dienstleistungen anderer Wettbewerber zu erschließen und somit seine eigene Lücke und Möglichkeit zu finden. Folgende Faktoren sollte man hier berücksichtigen: Eigene Ziele, Marktpotenzial, Lieferanten, Wettbewerber, SWOT Analyse auch im Hinblick auf die persönlichen oder Team Stärken-Schwächen.“

    Wie geht es weiter?

    „Sobald man sich den Markt erschlossen hat und weiß wovon man redet und wo man sich in Zukunft positioniert, geht es darum sich genauer als Marke zu definieren. Man sollte sich Gedanken darüber machen, welche Zielgruppen man mit dem Produkt erreichen möchte und im Zuge dessen auch mit welcher Bildsprache, Typografie und Farbcodes man arbeitet. In diesen Punkten sollte definitiv ein roter Faden zu sehen sein, damit sich die Zielgruppe damit identifizieren kann. Es ist nicht entscheidend, dass jeder die Schriftart oder das Logo individuell schön findet, sondern es geht darum, dass sich die Zielgruppe mit dem Gesamtbild der Marke identifizieren kann. Die Wortmarke oder Wort-Bildmarke muss einfach zu der Marke selbst passen und eine Symbiose ergeben, weshalb es manchmal Sinn macht dieses Thema out zu sourcen und in erfahrene Hände zu legen.

    Mein Tipp: Eine Wort-Bildmarke wird durch ihre bildliche und wörtliche Individualität oft schneller freigegeben als eine reine Wortmarke.

    Im nächsten Schritt geht es dann an die genaue Produktentwicklung. Dazu gehört alles rund um den Kollektionsaufbau, die Preispolitik, die Produktvarianten, die Farben, das Logo, die Produktausstattung uvm. Gerade letzteres spielt bei der Anmeldung und Freigabe einer Marke bei Amazon eine große Rolle, da bereits ein fixiertes oder aufgedrucktes Label auf dem Produkt oder eine Produktverpackung mit Logo zu erkennen sein muss.“

    Wann folgt dann die Markenanmeldung?

    „Viele fragen mich immer warum ich schon so viele Details festlege, bevor ich die Marke überhaupt angemeldet habe. Nun, ich kann meine eigene Marke ja erst anmelden, wenn ich auch genau weiß wo ich stehe, was ich von meiner Marke erwarte und weiß wie ich sie nach Außen hin präsentieren will. Aber im Grunde genommen beginnt ab Tag 1 die eigene Recherche beim Deutschen Patent- und Markenamt, die auch in jedem Fall gerne auf Europa ausgeweitet werden kann. Denn stellt man in den ersten Prozessen schnell fest, dass eigene Ideen und Vorstellungen eventuell nicht umgesetzt werden können, dann kann man schnell in eine andere Richtung denken. Ich würde immer ab Tag 1 mit der parallelen Recherche beim DPMA + Domainanbietern beginnen, damit man sich nicht unnötig auf eine bestimmte Idee festfährt, die am Ende gar nicht umzusetzen ist. Fixiert man sich zu sehr auf eine Richtung, kann es passieren, dass man in einer Endlosschleife den Überblick über das große Ganze verliert und sich zu sehr auf Details konzentriert und so nur noch mehr Zeit verliert, weshalb ich Gründern immer rate den Freiraum für neue Ideen zu behalten und rechtzeitig umzudenken. Nicht umsonst sagt Jeff Bezos: “It is always day 1.”

    Beim Thema Außenauftritt einer Marke rate ich als Coach immer lieber ein bisschen länger die Füße still zu halten. Solange man nicht die 100% Genehmigung und somit Sicherheit hat. Wer nicht korrekt recherchiert und trotzdem nach außen hin mit seiner Marke sichtbar ist, kann sich schnell eine Anklage wegen Markenrechtsverletzung einholen.“

    Was hängt noch mit dem Aufbau einer Eigenmarke zusammen?

    „Ich stelle immer wieder fest, dass viele das Ausmaß einer Eigenmarke und das Gesamtpaket was damit einhergeht, unterschätzen. Für den Auftritt der Marke sind Imagebilder von hoher Bedeutung und in jedem Fall unverzichtbar. Natürlich müssen die Produkte für den Verkauf auch visualisiert werden, weshalb eine Reihe von Fotoshootings unabdingbar ist. Und zu guter Letzt sollte man seine Kunden auch immer über verschiedene Kanäle bedienen können, wozu auch die Aktivität auf geeigneten Social Media Plattformen und passendes Bildmaterial gehört. Viele belächeln auch im Jahr 2018 noch die Kraft und das Potenzial von Social Media, dabei ist die Wichtigkeit von Social Media in Expertenkreisen schon lange gar keine Frage mehr. Auch Marktplätze wie Amazon promoten durch ihre eigenen Instagram Kanäle Produkte und agieren dort, wo die Zielgruppe auch in ihrer Freizeit ist. Es geht darum im ersten Schritt zu filtern welche Social Media Kanäle von Bedeutung sind und diese dann aufzusetzen und mit gutem Content sowie Bildmaterial eine tolle Community aufzubauen. Das alles braucht nicht nur viel Zeit, sondern z.B. auch unterschiedliche Bildformate für die jeweiligen Social Media Kanäle: Querformate für Banner und Titelbilder oder quadratische Bilder für den Online Verkauf und Instagram sowie Videocontent, da dieser mehr und mehr an Relevanz für Marketing Maßnahmen gewinnt.

    Es dauert lange bis man mit gutem Content und tollem Bildmaterial eine starke Community auf Social Media aufgebaut hat. Deshalb sollte man sich schon früh positionieren und kontinuierlich genügend Content produzieren.”

    Wie melde ich bei Amazon eine Marke an und wie lange dauert das?

    „Hier gibt es eine eigenen “Brandservice” von  Amazon. Ein Amazon Konto ist Voraussetzung für eine Marken-Anmeldung.“

    Checkliste für die Anmeldung

    • Eventuell GTIN-Befreiung (zB. bei Eigenmarken)
    • Registrierungsnummer des DPMA D oder EU EUIPO
    • Bei Wort-Bildmarke Grafik als .jpg bis 5MB
    • Produktbilder mit Logo, Verpackung mit Logo

     

     

    Welche Vorteile hat man als Eigenmarke auf Amazon?

     „Auf Amazon kann man als Eigenmarke seinen eigenen Amazon Brandstore erstellen und dadurch noch mehr Übersicht für den Kunden schaffen. Durch z.B. individuell gestaltbare Elemente wie dem Header und Kacheln auf den einzelnen Unterseiten sowie Produktkategorien, scheint so ein Brandstore nach außen fast wie ein eigener, unabhängiger Shop der in Amazon integriert ist. So können Markenbotschaften oder Alleinstellungsmerkmale besser transportiert und noch bessere Kaufanreize geschaffen werden.

    Amazon Brandstore Markenshop Beispiel Screenshot

    Beispiele für Brandstores: Knirps, claro oder byMi

    Ein weiterer Vorteil ist A+ Content (Vendoren) bzw. Enhanced Branded Content (EBC, Seller), mit erweiterten Feldern und Möglichkeiten der Einbindung von Bildern usw. So ist es einfacher seine Produkte genau zu beschreiben und durch fertige Templates Produktbeschreibungen mit Hilfe von Grafiken, Fotos und Illustrationen aufzuwerten und damit die Conversion Rate zu steigern.

    Des Weiteren können verschiedene Services wie z.B. Headline Search Ads von Amazon Marketing genutzt werden. Headline Search Ads sind Keyword-basierte Anzeigen auf Cost-Per-Klick Basis, die an oberster Stelle der ersten Seite der Suchergebnisse erscheinen. Dabei kann die Zielgruppe anhand von Keywords so definiert werden, dass sie ebenso relevant für die beworbenen Produkte sind. Mit einer für den Kunden ansprechenden und interessanten Anzeigenüberschrift und passenden Bildern, kann die Anzeige weiterhin angepasst und vervollständigt werden.

    Als Eigenmarke hat man außerdem keine Konkurrenz um den Warenkorb, da man als alleiniger Anbieter auftritt. Als Seller ist es hingegen so, dass man nur über den Preis oder das Ranking auf Amazon die Chance hat in die Buy Box zu kommen und somit immer dem Konkurrenzdruck ausgesetzt ist .

    Zudem hat man die wunderbare Möglichkeit seine Produkte ganz individuell zu verpacken und durch diese direkte Kundenansprache nicht nur das Vertrauen zu stärken und die Qualität der Marke zu steigern, sondern der Marke eine eigene Persönlichkeit zu verschaffen.“

    10 ERSTE SCHRITTE IM ÜBERBLICK / CHECKLISTE 

    1. Zielgruppen- und Benchmarkanalyse
    2. Definition Produktgruppen
    3. Corporate Identity (Bildsprache, Farben, Schriftarten)
    4. Entwicklung Logo
    5. Anmeldung der Marke (bis 3 Monate)
    6. Produktentwicklung
    7. Fotomaterial und Visuals
    8. Texte und Inhalte
    9. Anmeldung Marke bei Amazon (bis 2 Monate)*
    10. Brandstore eröffnen (48h)

    *HINWEIS! Bei der Markenanmeldung wird von Amazon der Kontakt aus dem dpma per Mail angeschrieben – hier ist wichtig, dass alle relevanten Personen in Kenntnis gesetzt werden, damit der Anmeldungsprozess schnell abgewickelt werden kann.

    Vielen Dank für das Interview und die tollen Praxistipps!

  • MarktPlatz1-Coaches holen Dreifach-Sieg beim Amazon-Programm Unternehmerinnen der Zukunft UdZ 2018

    MarktPlatz1-Coaches holen Dreifach-Sieg beim Amazon-Programm Unternehmerinnen der Zukunft UdZ 2018

    Letzten Donnerstag ging das fünfmonatige Amazon-Förderprogramm „Unternehmerinnen der Zukunft“, initiiert von Amazon, dem Verband deutscher Unternehmerinnen, Global Digital Women und der Frauenzeitschrift BRIGITTE, mit einem glanzvollen Abend zu Ende. Vier der 19 Teilnehmerinnen wurden dabei gesondert für ihre unternehmerischen Leistungen ausgezeichnet – und, da platzt das Mentorenherz vor Stolz, drei unserer Mentees gehörten zu den Siegerinnen des Abends, bei insgesamt nur vier Kategorien.

    Seit dem Start der Neuauflage des Förderprogramms im Februar hatten 18 Teilnehmerinnen – ausgewählt aus 160 Bewerberinnen – mithilfe von 20 E-Commerce-Coaches, darunter auch die beiden Marktplatz1-Akteure Klaus Forsthofer und Peter Höschl, daran gearbeitet, ihr Onlinegeschäft zu gründen oder auszubauen.

    Nur fünf Monate hatten die Händlerinnen mit Unterstützung ihrer Coaches und Amazon Zeit, sich in einer der folgenden vier Kategorien zu bewähren:

    1. Von Offline zu Online
    2. Marktplätze
    3. Export
    4. Markenbildung

    Bei der Prämierung der erfolgreichsten Teilnehmerinnen ging es natürlich auch um die Umsatzentwicklung, vor allem jedoch aber um den zurückgelegten Weg innerhalb dieser kurzen Zeitspanne. Also wie gut die Teilnehmerinnen nun für die Zeit nach dem Programm aufgestellt sind und welche Maßnahmen dafür in die Wege geleitet werden konnten. Und das war bei allen Teilnehmerinnen durchaus erstaunlich und auch beispielhaft. Eine sehr gute Zusammenfassung des Amazon-Programms und der Erfolge einzelner Teilnehmerinnen gibt es beispielsweise bei shopanbieter.de und Internet World.

    Klaus und Peter sind ja Wiederholungstäter, konnten sie doch bereits in der ersten Runde des Amazon-Förderprogramms im vergangenen Jahr je einen Kategoriesieg davontragen und wurden dafür mit einer Reise nach Seattle, ins Herz von Amazon, belohnt. Wir möchten unseren Kollegen an dieser Stelle für diesen abermaligen Erfolg herzlich gratulieren und möchten eigentlich nur noch wissen: Jungs, wie habt Ihr Euch bei der Preisverleihung gefühlt?

    Klaus Forsthofer:

    Es war für Katrin nicht immer leicht in diesem Programm. Und nach den etlichen Hochs und Tiefs habe ich mich sehr für sie gefreut, dass dieses Engagement belohnt wurde. Katrin von The Knots hat sich trotz der US-Handelssanktionen rund um iranische Produkte nicht beirren lassen und weiter auf ihr Markenherz & den Onlineshop gesetzt.

    Da persische Teppiche auf fast keinem Marktplatz mehr angeboten werden dürfen, ist www.the-knots.com heute eine der ersten Anlaufstellen für diese Produkte. Eine Verlagerung der Produktion in ein anderes Land kam für Katrin nicht in Frage, kennt sie doch viele ArbeiterInnen persönlich. Dass ihr umfangreiches Engagement in einem Amazon-Programm ausgezeichnet wurde, zeigt, wie offen und ernst gemeint Amazon, die Jury und letztlich das Programm „Unternehmerinnen der Zukunft UdZ“ sind.

    Andra von www.byMi.de segelt hart am Wind der Digitalisierung ihres Ladengeschäfts und hat sofort mit dem Export begonnen und in über 11 Länder aktiv verkauft und damit bewiesen, dass Premium-Produkte auch auf Marktplätzen wie Amazon gut durchsetzbar sind. Es gab aber auch ein Feuerwerk an Fortschritten und Innovation bei vielen anderen Teilnehmerinnen.

    Bei MarktPlatz1 begleiten wir ja in der Regel größere Händler und Markenhersteller für mehr Erfolg im Amazon Ökosystem. Dass diese Mechanismen auch im kleineren Rahmen wie z. B. bei UdZ funktionieren können, freut uns besonders. Dies bestätigt uns gleichzeitig, einen wiederholbaren Ansatz zu verfolgen und das richtige Erfolgsrezept gefunden zu haben.


    Peter Höschl:

    Vor allem habe ich mich für meine beiden Mentees Julia von desiary und Ines von farmtex gefreut, weiß ich doch, wie hart sie die letzten Monate gearbeitet haben und wie viel ich ihnen abverlangt habe. Ich möchte aber auch betonen, dass die anderen Teilnehmerinnen ebenfalls Großartiges geleistet haben und meiner Meinung nach jede von ihnen den Sieg verdient hätte.

    Besonders freue ich mich auch, wie schon bei meinem Vorjahreserfolg, bewiesen zu haben, dass auch kleine Händler im E-Commerce erfolgreich sein können, wenn sie nur engagiert, mit Plan und kennzahlenbasiert vorgehen. Und das ohne Budget, bei nur minimalen Investitionen und im Falle meiner Mentees Freudentaler Kinderladen (2017) und farmtex (2018), sogar ohne jegliche Vorkenntnisse im Onlinehandel. Ganz ehrlich: Die Ergebnisse unserer Mentees sind beeindruckend. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie sich deren Geschichte in den nächsten Monaten fortschreibt.

  • US-Strafzölle – Was auf Amazon-Händler zukommen könnte und wie sie reagieren sollten

    US-Strafzölle – Was auf Amazon-Händler zukommen könnte und wie sie reagieren sollten

    Die USA unter der Führung von Donald Trump hat im aufziehenden Handelskrieg mit China nun Ihre Drohungen wahr gemacht: Nach den ersten Sanktionen im März auf Stahl- und Aluminiumimporte sind am 06.07.2018 weitere Strafzölle in Höhe von 25 % auf eine Vielzahl von Produkten in Kraft getreten. Und das ist wahrscheinlich nur der Beginn eines langen Konfliktes. Was bedeutet das für Amazon-Händler bzw. was sollten sie jetzt tun?

    Welchen Umfang haben die Strafzölle derzeit?

    Am 15.06.2018 veröffentlichte die Trump-Regierung eine Liste von insgesamt 818 Produkten, die beim Import aus China zukünftig mit einem Strafzoll von 25 % belegt werden. Konkret bedeutet das, dass ein vom Strafzoll betroffenes Produkt, das vorher mit 5 % Zoll belegt war, nun mit 30 % belegt wird. Diese Strafzölle sind am 06.07.2018 offiziell in Kraft getreten und entsprechen einem Importwert von ca. 34 Milliarden US-Dollar.

    Welche Produkte sind von den Strafzöllen betroffen?

    Ein Großteil der US-Strafzölle betrifft Artikel aus Chinas Hightech-Branchen und insbesondere solche, die auf den strategischen Plan „Made in China 2025“ einzahlen sollen, der die Aufwertung der chinesischen Industrie im Auge hat. Zu den derzeit betroffenen Produktkategorien gehören u. a.

    • Motoren
    • Maschinen zum Bearbeiten von Mineralien, Glas, Gummi oder Kunststoff
    • Kraftfahrzeuge und Motorräder
    • Prüf-, Mess- und Diagnoseinstrumente
    • Geschirrspüler
    • Festplatten

    Bisher waren fast ausschliesslich unverarbeitete Rohstoffe oder schweres industrielles Material, wie Maschinen, betroffen. Dass wird sich aber ändern, sodass davon auszugehen ist, dass ist Zukunft z. B. auch Artikel, die beispielsweise aus Aluminium bestehen, auch strafbesteuert werden!

    Eine Liste mit den im Moment betroffenen Produktkategorien sortiert nach der Zollklassifizierung „Harmonized Tariff Schedule of the United States“ (HTSUS) finden Sie hier ab Seite 14: https://ustr.gov/sites/default/files/files/Press/Releases/301FRN.pdf

    Bitte beachte aber, dass sich die Situation jederzeit ändern und neue Produkte hinzukommen können.

    Die Zukunft: weitere Strafzölle absehbar

    Wenn du die politische Großwetterlage in den USA verfolgst, wirst du wenig Zweifel daran haben können, dass dieser Handelskrieg noch länger andauern wird. Noch am selben Tag, als die amerikanischen Zölle in Kraft traten, verkündete die chinesische Regierung ihrerseits Strafzölle auf 545 amerikanische Produkte. In der Zwischenzeit fährt Amerika schon die nächsten Geschütze auf und plant weitere Strafzölle auf 284 chinesische Produkte im Wert von ca. 16 Milliarden US-Dollar. Auch hierzu findet sich bereits eine offizielle Übersicht: https://ustr.gov/sites/default/files/enforcement/301Investigations/List%202.pdf

    Nach mehreren Quellen soll Präsident Trump sogar verkündet haben, dass er „bis 500 Milliarden“ gehen werde, was den gesamten chinesischen Exporten in die USA im letzten Jahr entsprechen würde.

    Und auch zu Kanada, Europa und anderen Staaten ist das Verhältnis – Stichwort Handelsbilanzdefizit – äußerst gespannt. Somit sind weitere Strafzölle für Importe aus anderen Ländern wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit. In den nächsten Wochen mag es aufgrund der „Sommerpause“ zu einer trügerischen scheinbaren Beruhigung der Situation kommen. Aber spätestens ab Oktober dürfte das Thema Handelskrieg mit Macht auf die politische Bühne zurückkehren. Präsident Trump wird im Hinblick auf die Wahl zum Repräsentantenhaus am 06.11.2018 und seiner „America First“-Strategie in den Verhandlungen mit anderen Ländern kaum zu Zugeständnissen bereit sein.

    Was sollte man als Amazon-Händler hinsichtlich der Strafzölle unternehmen?

    Die von dir in die USA vertriebenen Produkte sind im Moment nicht betroffen und du bist bis jetzt von Strafzöllen verschont geblieben? Dann solltest du dieses Zeitfenster dringend nutzen. Ab dem 1. Oktober 2018, also mit dem Ende der politischen „Sommerpause“ in den USA, musst du mit neuen Sanktionen und Zöllen rechnen. Ein mögliches Rezept gegen gegen die dadurch entstehenden Zusatzkosten: Verlagere bereits im August und September möglichst viel deiner Ware in die USA.

  • Wie Amazon 2019 das Werbegeschäft dominieren will

    Wie Amazon 2019 das Werbegeschäft dominieren will

    Amazons nie nachlassende Effizienz, der absolute Fokus auf Automatisierung und die Pricing-Strategien haben es dem Unternehmen ermöglicht, eine Branche nach der anderen aufzubrechen. Das begann 1997 mit der Buchbranche. Im kommenden Jahr wird Amazon diese bewährten Taktiken auf sein nächstes Ziel anwenden: die Werbebranche.

    Um sich einen Weg in einen Sektor zu bahnen, der aktuell in weiten Teilen von Google und Facebook kontrolliert wird, unternimmt Amazon Schritte in Richtung eines Selbstbedienungstools für Programmatic Advertising. Über das nächste Jahr plant der E-Commerce-Gigant seine Infrastruktur deutlich auszubauen, um mehr Marken davon zu überzeugen, Werbeplätze auf seinen Websites und auf seiner Werbeplattform zu buchen. Um diese Ziele zu erreichen wird Amazon mit Ad-Tech Unternehmen, Digitalagenturen und Media-Agenturen zusammenarbeiten, um Plattformen zu bauen, die den Einkauf von Amazon-Anzeigen so einfach machen wie den Einkauf von Produkten im Online-Shop.

    Die Branche bereitet sich auf Veränderungen vor. Google’s DoubleClick unterstützt den Kauf von Such-Anzeigen auf Yahoo und Microsofts Bing und baut derzeit ähnliche Möglichkeiten für Amazon aus, sie sollen noch in diesem Jahr gelauncht werden.

    Trotz Amazons ehrgeizigen Plänen liegen Facebook und Google auf dem Anzeigenmarkt deutlich in Führung; Amazons Eintritt in das Programmatic Advertising-Geschäft wird dennoch Spuren hinterlassen. Der gemeinsame Anteil des „digitalen Duopols“ am US-Werbeumsatz wird möglicherweise bis 2020 von aktuell 56,8 Prozent auf 55,8 Prozent sinken, so eine Vorhersage von eMarketer. Amazons Anteil könnte im gleichen Zeitraum von aktuell 2,7 Prozent auf dann 4,5 Prozent steigen.

    Google und Facebook standen noch nie einer derartigen Invasion gegenüber. Amazon, der laut eMarketer-Auflistung fünfgrößte digitale Werbe-Player, wird dieses Jahr voraussichtlich 2,7 Prozent des US-Markts an sich reißen. Aber bis 2020 wird Amazon laut eMarketers Einschätzung mit einem digitalen Werbeumsatz von 6,4 Milliarden US-Dollar auf den dritten Platz der Liste springen und dabei Verizon und Microsoft hinter sich lassen.

    Zudem sieht es jetzt schon so aus, als würde Amazon die Einschätzung der Analysten übertreffen: eMarketer sagte Amazon für dieses Jahr einen weltweiten Werbeumsatz von 3,7 Milliarden US-Dollar voraus, in seinem Geschäftsbericht vom 26. April deutete das Unternehmen allerdings an, dass das Werbegeschäft allein im ersten Quartal mehr als 2,03 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet hat. Amazon listet den Werbeumsatz im Geschäftsbericht unter dem Punkt „andere“ Umsatzquellen, gibt aber an, dass die Werbeeinnahmen die „Mehrheit“ dieses Segments stellen.

    Werbeagenturen nehmen laut Forrester mittlerweile Notiz von Amazons Werbeplattform und von den Daten, die darüber im Vergleich zu Google ermittelt werden können. Amazon sei „im Vergleich zu jedem anderen Werbeplayer reicher an Verkaufs- und Verhaltensdaten“.

    Amazon hat deutlich tiefere Erkenntnisse darüber, was Konsumenten tatsächlich kaufen als jede andere Plattform. Sein großer Vorteil besteht darin, dass es keine aufwändige Verbindung über externe und unsichere Quellen zwischen dem Zeitpunkt, zudem ein Kunde eine Anzeige gesehen hat, und dem Zeitpunkt, an dem er das beworbene Produkt tatsächlich gekauft hat, herstellen muss. Amazon selbst ist die Verbindung.

    Neue Retargeting-Tools werden getestet

    Der E-Commerce-Gigant entwickelt aktuell eine Retargeting-Anzeige, die Produkte basierend auf der Kauf- und Suchhistorie des Konsumenten anzeigen wird, berichtet Bloomberg. Solche Anzeigen werden auf verschiedenen Websites auftauchen, die der Konsument besucht, werden ihn effizient begleiten und verfolgen – und ihn zu Amazon zurückführen, wenn er auf die Anzeigen klickt.

    Retargeting ist besonders bei Mode-Brands beliebt und Amazons zunehmender Fokus in diesem Bereich könnte das Interesse der wachsenden Zahl an Mode-Marketern auf der E-Commerce-Plattform wecken.

    Amazon zielt darauf ab, folgende Prozesse zu verkürzen:

    • Produkt-Suche: Wenn der E-Commerce-Titan den Suchprozess auf Suchmaschinen dauerhaft besser voraussagen kann, könnte er mit Targeting-Ads eine stärkere Präsenz während der gesamten Customer Journey darstellen
    • Preis-Vergleich: Anzeigen, die den Konsumenten bei seiner Suche begleiten, könnten Amazon auch einen Vorteil verschaffen, wenn es darum geht, Schnäppchen-Jäger von sich zu überzeugen. Die Anzeige bleibt auf dem Schirm, während der Konsument nach Alternativen sucht und wird dadurch immer wieder in Betracht gezogen, bevor es zum Kaufabschluss kommt.

    Amazon-Agenturen

    In der Vergangenheit haben sich viele große Werbe-Agenturen wie 360i, Resolution Media, Iprospect, VML oder WPP beeilt, Amazon Werbeservices zu entwickeln. Egal welche große Digital-Agentur man auch besucht, man wird mit großer Wahrscheinlichkeit auf ein spezielles Team oder eine Abteilung treffen, die verspricht, Marken durch Amazons stetig wachsende Werbeangebote zu führen.

    Amazon wird zudem demnächst Premium-Programm für Fortune 500-Marken und jene Vendoren starten, die Produkte im Wert von hunderten Millionen US-Dollar über die E-Commerce-Plattform verkaufen. Außerdem erweitert Amazon seine Werbe-Teams. Im September 2017 kündigte Amazon den Umzug seines Ad Operations-Hauptquartiers nach New York City für dieses Jahr an. Im neuen HQ in den Hudson Yards werden über die nächsten drei Jahre 2.000 neue Jobs entstehen.

    Mit offenen Armen

    Amazon plant außerdem seine Advertising-Basis durch die Öffnung der Amazon Ad Plattform zu erweitern, welche externes Display- und Video-Inventar anbindet. Die Plattform wird für jeden, der auf Amazon Produkte verkauft, geöffnet werden. Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob das Unternehmen über Amazon oder direkt an Amazon verkauft – es wird in jedem Fall die Zahl an sichtbaren Amazon-Anzeigen vergrößern.

    Amazon unternimmt Schritte, um seinen Pool an externem Ad-Inventar zu erweitern, indem es Google bei den Werbegebühren unterbietet, um Partner für seine Amazon Publisher Services zu gewinnen, eine Division, die Werbemarktplatz-Services anbietet, welche in direkter Konkurrenz zu DoubleClick for Publishers stehen.

    Momentan bietet Google eine ähnliche Ad-Bidding-Technologie für Publisher an, behält aber bis zu fünf Prozent des Werbedeals für sich; Amazon plant für den Moment keinerlei Provision, um die Zahl seiner Werbekunden zu erhöhen.

    Amazon lockt die Publisher zudem mit seinen eigenen Werbedollars, indem es verspricht, das eigene Werbebudget auf ihren Seiten auszugeben – unter der Voraussetzung, dass sie im Gegenzug bei Amazons Werbemarktplatz mitmachen.

    Fazit

    Amazons Argument bei seiner Werbung um Marken und Agenturen ist die Rundum-Sicht auf die Geldbörse der Kunden: Es kann wirklich herausfinden, wonach User suchen und was sie tatsächlich kaufen.

    Amazon ist in einer privilegierten Position, weil es an der Schnittstelle zwischen Media und Retail sitzt, was wiederum Werbefachleute in helle Aufregung versetzt; schließlich liefert Amazon damit die Möglichkeit, den klassischen Werbetrichter aufzulösen und die perfekte Werbezuordnung zum Kunden zu erlauben.

    Bei diesem Text handelt es sich um eine Übersetzung des bei tnw erschienen Artikels Inside Amazon’s plan to dominate advertising business in 2019.

     

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  • Kommt Amazon Prime Now gemeinsam mit Amazon Logistics in Wien?

    Kommt Amazon Prime Now gemeinsam mit Amazon Logistics in Wien?

    Aktuell verlautbaren zahlreiche Medien, dass Amazon Logistics ab Herbst auch in Österreich, genauer gesagt im Ballungsraum Wien, startet. Amazon Logistics ist das Amazon-eigene Zustellprogramm, das bedeutet, das nicht mehr die Österreichische Post, die ja bis dato den überwiegendsten Teil der Paketzustellungen in Österreich an den Amazon-Endkunden durchführt, die Pakete zustellt, sondern Amazon-eigene Zusteller.

    Da liegt natürlich die Vermutung nahe, dass im gleichen Schritt auch Amazon Prime Now nach Wien kommen könnte. Mit Prime Now können Amazon-Prime-Kunden aus rund 10.000 für Prime-Now ausgewählten bzw. qualifizierten Produkten auswählen. Dazu gehören vor allem verpackte, frische und tiefgekühlte Lebensmittel, Getränke, Artikel des täglichen Bedarfes, Elektronik, Bücher, Drogerieartikel usw. Wie der Name schon verrät gehts bei Prime Now um eine kurzfristige Prime-Lieferung. Wer eine Prime-Now-Lieferung innerhalb von 1 Stunde haben möchte, zahlt 7,99 EUR, die Lieferung innerhalb eines 2-Stunden-Fensters kostet 3,99 EUR. Bestellungen über 40 EUR Gesamtwert sind kostenlos. Bis dato wird Prime Now in den Metropolregionen München und Berlin angeboten.

    Ein logischer nächster Schritt von Amazon und eine Aufwertung des Amazon-Angebotes für Wiener Amazon-Kunden. Für uns als Amazon-Agentur mit Ursprung und Standort in Österreich natürlich ein Grund mehr, den österreichischen Herstellern und Händlern zu vermitteln, wie wichtig Amazon für globale, nationale aber nun auch regionale Verkaufserfolge sein kann.