Autor: Klaus Forsthofer

  • Amazon 2018: Was Seller und Vendoren auf Amazon dieses Jahr erwartet

    Amazon 2018: Was Seller und Vendoren auf Amazon dieses Jahr erwartet

    2017 war für Seller und Vendoren, aber vor allem auch für Amazon selbst ein spannendes Jahr – ebenso für uns als Marktplatz-Agentur. Größtes Highlight für uns war der Gewinn beim Amazon-Wettbewerb „Unternehmer der Zukunft“ in der Kategorie „Export/Internationalisierung“ mit Madame Jordan, die durch unseren Klaus zum Sieg „gecoacht“ wurden.

    Doch auch 2018 verspricht viel Spannendes, Neues und sicher auch Aufregendes. Wagen wir einen Blick in die Glaskugel! Wir haben Gerüchte und offizielle Infos genauso wie erkennbare Entwicklungen gesammelt und möchten Ihnen unseren Ausblick auf das Amazon-Jahr 2018 bieten.

    1. Internationalisierung wird weiter gespielt

    Die Vision von Amazon, dass jeder Händler weltweit verkaufen kann, wird 2018 weiter vorangetrieben. So sind im Unified-Selleraccount bereits 4 Regionen sichtbar: Nord-Amerika, Europa (mit 5 verschiedenen Unter-Marktplätzen), Indien und Japan. Insbesondere, dass Indien jetzt bereits bespielbar geworden ist, zeigt, wie ernst Amazon seine Marktplatzstrategie nimmt. Auf diesem Marktplatz verzichtet Amazon erstmal auf Eigenangebote (Vendor) und geht erstmals nur als Marktplatz (mit Seller Central) an den Start.

    Im kleineren Kreis wird wohl die Schweiz logistisch durch amazon.de erschlossen werden. Auch könnte es sein, dass wir 2018 einen oder zwei neue Marktplätze in der EU sehen könnten. Auch werden die eigenen Produkte für Kunden aus aller Welt (mit Angabe von Transport- bzw. Zollkosten) bestellbar werden.

    Dass aber Internationalisierung mehr bedeutet, als Häkchen in Seller Central zu setzen, wissen alle, die diesen Schritt bereits gewagt haben. Insbesondere steuerrechtlich sind dabei eine Menge Punkte zu beachten.

    2. Ehrlich währt am längsten – Das Jahr der Richtliniendurchsetzung im Katalog durch den smarteren A9-Algorithmus

    Wir glauben, dass Amazon immer schneller, konsequenter und treffsicherer gegen Richtlinienverstösse vorgehen wird. Dies liegt auch an neuen smarten Algorithmen, die wahrscheinlich automatische Überprüfungen durchführen, z.B. für die Einhaltung der Bildrichtlinien, Titellängen, Keywords etc.

    Dazu kommt ein Produktbewertungsupdate, das vermutlich auch bald in Deutschland ausgerollt wird. Fake-Bewertungen (sowohl Positive als auch Negative) werden 2018 weiter erschwert bzw. eingeschränkt. Manchmal sieht man schon jetzt bei amazon.com, dass gefälschte Produktbewertungen, die entsprechend als solche erkannt wurden, einfach nicht mehr angezeigt werden. Das ist jedenfalls eine sehr gute Nachricht für alle, die sich in den letzten Jahren über unfaire Methoden von Wettbewerbern geärgert haben, selbst aber sauber geblieben sind. Dies treibt auf jeden Fall die Kosten und mindert die Investitionssicherheit für nicht richtlinienkonforme Maßnahmen. Bleibt zu hoffen, dass Amazon bald mehr Lösungen und Tools zur richtlinienkonformen Produktbewertungsgenerierung durchsetzen kann.
    Gefühlt scheint es auch so zu sein, dass wegen eines einzelnen, zu beanstandenden Produktlistings nicht mehr sofort der ganze Selleraccount stark gefährdet ist. Immer öfter werden aber auffällige Einzellistings dauerhaft blockiert bzw. beispielsweise bei zu hoher Rücksendequote temporär deaktiviert.

    3. Kooperation mit den Steuerbehörden

    Wir erinnern uns an das Jahr 2017 und die Kooperation von Amazon mit britischen Steuerbehörden sowie die Durchsetzung von UK-Umsatzsteuernummern. Seit Ende 2017 wissen wir, dass die deutschen Steuerbehörden Beschlagnahmungen von Artikeln chinesischer Händler in deutschen FBA-Lägern durchgeführt haben. Viele chinesische Accounts wurden suspendiert bzw. deren Guthaben von der deutschen Finanz eingefroren. Die umsatzsteuerliche Durchsetzung durch den Gesetzgeber ist also auch bei Amazon angekommen. Auch hier können sich alle richtlinienkonformen Händler nun freuen, dass dieser Wettbewerbsverzerrung ein Ende gesetzt wurde. Eventuell sehen wir bald, dass Amazon die Umsatzsteuer der Marktplatzhändler direkt zur Weiterleitung an die Finanzämter einbehält. Gerade hier eine Win-Win-Win-Lösung zu schaffen, müsste eigentlich im Sinne aller Beteiligten sein. Oft ist es für kleine Anbieter aber eine echte Herausforderung, die komplexen Warenströme umsatzsteuerlich korrekt abzubilden. Meiner persönlichen Meinung nach müsste das ein Meilenstein auf dem Weg zur Amazon-Vision der weltweiten Verkaufsmöglichkeit aller Händler sein, auch wenn ich verstehen kann, dass man sich als Marktplatz versteht und damit nicht in Verbindung gebracht werden möchte.

    4. Alexa und Echo werden wichtig

    Bei der Durchsetzung von sprachgesteuerten Smart-Home-Assistenten hat Amazon seinen Hauptwettbewerber Google stark abgehängt. Wir glauben aber nicht, dass der Innovationsdruck hier nachlassen wird. Im Gegenteil, 2017 war das erste echte Alexa-Jahr. Ich bin mir sicher, dass wir viele spannendende Skills sehen werden und auch Alexa eine Art eigenes Ökosystem abbilden wird.

    5. Geschützte Eigenmarken werden für Händler noch wichtiger

    Mit dem neuen Markenregistrierungsprozess 2017 hat Amazon schon ein Statement im Bezug auf Eigenmarken gesetzt. Nun ist es tatsächlich nur noch für die Markeneigentümer selbst möglich, eine Marke bei Amazon zu hinterlegen. Praxistipp: Am besten die entsprechende EU-Wortmarke in der EU registrieren!

    Auf dem Marktplatz werden die Produktlistings immer umkämpfter, mehr Spieler aus den unterschiedlichen Handelsstufen werden via Seller und Vendor teilnehmen und es wird mehr Cross-Produktlieferungen geben, was bis jetzt nur eingeschränkt der Fall sein dürfte.

    6. Amazon Business ist im ersten Produktivjahr angekommen

    Das Programm hat zu Unrecht im zweiten Halbjahr 2017 etwas an öffentlicher Aufmerksamkeit eingebüßt. Es gibt mittlerweile über 150.000 registrierte Businesskunden auf amazon.de mit hohem Upliftpotenzial. Insbesondere werden wir immer öfter Großunternehmen sehen, die via ERP-System bei Amazon Business bestellen. Hier werden im Jahr 2018 sicherlich so einige weitere Big Accounts hinzugefügt werden. Hier ist der Wettbewerb der qualifizierten Händler auch noch nicht ganz so groß, da hohe Anforderungen an die Verkäufer gestellt werden.

    7. Amazon öffnet stationäre Wege

    Der Chef von Amazon Deutschland, Ralf Kleber, hat Ende 2017 angekündigt, dass die stationäre Präsenz von Amazon in Deutschland keine Frage des „Ob“, sondern nur des „Wann“ sei. In den USA ist es ja schon Realität: „Amazon Go“, in Seattle als Pilotprojekt oder Testballon eines kassenlosen Supermarktes präsentiert, wird heuer wohl weitere Filialen bekommen. Mit dem Kauf der US-Bio-Supermarktkette „Whole Foods“ hat sich Amazon in den stationären Handel eingekauft und man munkelt, dass es auch Übernahmekandidaten in der EU gibt. Auch die Amazon Bookstores werden weitere stationäre Verbreitung finden.

    8. Viele neue Amazon-Eigenmarken

    Amazon Basics kennen die meisten Leser. Das eigene Label für günstige Elektronikartikel hat sich für viele Konsumenten zu einer vertrauten Marke entwickelt und Traffic v.a. von chinesischen Billiganbietern okkupiert. 2017 kamen Eigenmarken wie „find.“ (Fashion) dazu. Heuer wird Amazon den Eigenmarkenaufbau wohl noch stärker vorantreiben, es wird spannend welche Branchen es heuer betreffen wird. Die entsprechenden Traditionsmarken sollten sich auf jeden Fall auf frischen Gegenwind durch die Amazon-Eigenmarken vorbereiten.

    9. Logistikausbau inklusive der „letzten Meile“

    Wer bei Amazon Fresh oder Prime Now über die Ein-Stunden-Lieferung ein Produkt bestellt, bekommt die Lieferung im Normalfall schon von der Amazon-eigenen Lieferflotte zugestellt. Egal ob Zustellung durch Drohnen, Roboter oder andere zukunftsträchtige Liefertechnologien, Amazon möchte sein Kundenversprechen und die Zufriedenheit seiner Kunden auch auf der „letzten Meile“ sicherstellen und vertraut hier langfristig nur sich selbst.

    10. Einstieg ins europäische (Giro-)banking?

    Ein kostenloses Girokonto von Amazon für alle Prime-Mitglieder? Was in den USA via Kreditkarte abgewickelt wird, passiert in der EU oft via Debitkonto.

    Da Amazon 2017 ein starkes Kreditkartenangebot für US-Nutzer etabliert hat, könnte man annehmen, dass der Einstieg ins Banking (auch in Europa) ein logischer nächster Schritt sein könnte. Dass Amazon bei den Verkäufern bereits als Zahlungsdienstleister fungiert, bedeutet, dass sehr viele Bankingprozesse schon in Amazon integriert sein sollten. Wie weit ist es da noch zum erweiterten Angebot? Eventuell sehen wir das aber in kleineren Etappen, z. B. in Form von Finanzierungsangeboten für Produkte bzw. Vorschusszahlungen für Händler, bevor es breit ausgerollt wird. Meiner persönlichen Meinung nach die perfekte Ergänzung für eine Primemitgliedschaft!

    Unser Ausblick auf 2018 erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wir freuen uns sehr über zusätzlichen Input und Ideen unserer Leser, was Amazon dieses Jahr an Neuigkeiten und Veränderungen bringen wird.

    Am Ende haben wir noch eine interessante Infografik über Amazons Entwicklung und die verschiedenen Instanzen, über welche Amazon Geld verdient:

    How Does Amazon Make Money?

    https://www.shopanbieter.de/news/archives/12886-amazon-in-der-glaskugel-8-vorhersagen-fuer-2018.html

  • Währungsaustausch bei Amazon und eBay auf Kosten des Verkäufers

    Währungsaustausch bei Amazon und eBay auf Kosten des Verkäufers

    Das Problem: Gebühren bei der Umrechnung von Währung auf Amazon und eBay

    Amazons Pan-EU-Programm macht den Export von Artikeln ins Ausland einfacher als je zuvor. Dank FBA (Fulfillment bei Amazon) müssen Verkäufer nicht mehr auf ihre eigene Logistik zurückgreifen, sondern können ihre Artikel bei Amazon einlagern und über verschiedene Lager in ganz Europa verteilen lassen. Abgesehen von steuerlichen Fettnäpfchen, die zuweilen im Zusammenhang mit Umsatzsteuer-Abrechnungen auftreten, gestaltet sich lediglich das Pfund problematisch. Euro-Preise werden bei der Auszahlung der Erlöse auf ein deutsches Konto konvertiert, und Amazon rundet natürlich nicht zugunsten des Verkäufers. Dasselbe Problem tritt auf, wenn Produkte aus Europa in Amerika – bspw. amazon.com und amazon.com.mx – verkauft werden. Die Erlöse sind nicht nur vom aktuellen Pfund- bzw. Dollarkurs abhängig, Amazon belastet sie auch mit einer Umrechnungsgebühr von 4%.

    Die mögliche Lösung: Ein ausländisches Konto

    Wer dieses Problem umgehen möchte, kann auf eine offensichtliche Lösung zurückgreifen: Die Eröffnung eines Kontos in Großbritannien bzw. den USA. Doch wie genau funktioniert das und was gilt es zu beachten?

    Im Regelfall zahlt der Kunde in seiner lokalen Währung an Amazon, der Gewinn wird (abzüglich FBA- und Verkaufsgebühren) an den Verkäufer in seiner lokalen Währung ausgezahlt. Die 4% Konvertierungskosten wurden hier von Amazon bereits abgezogen.

    Verfügt der Vendor über ein Konto in der jeweiligen Auslandswährung, kann er Amazon anweisen, die Erlöse dorthin zu verbuchen. Es fallen keine Währungskonversionskosten an. Dabei wird in der Regel auf Sammelkontos von entsprechenden Dienstleistern zurückgegriffen. Bei der Überweisung auf das deutsche Konto des Verkäufers zieht dieser Dienstleister wie Amazon Konversionskosten ab, die jedoch geringer ausfallen und so über einen gewissen Zeitraum eine beträchtliche Ersparnis bringen können.

    Currencies Direct: Ein bewährter Anbieter

    Wenn sich die Einrichtung eines solchen Kontos lohnen soll, geht es oft um größere Geldsummen. Hier muss der Verkäufer dem Anbieter natürlich vertrauen können. Wer einen entsprechenden Service in Anspruch nehmen möchte, sollte sich vergewissern, dass der Dienstleister zu 100% serös ist. Ein renommierter Anbieter ist Currencies Direct, die von der FCA (der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde) zertifiziert sind und über eine hohe Kreditwürdigkeit verfügen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden zahlreiche Features, z.B. die Verwaltung der Zahlungen über eine eigene App und die Verwaltung zahlreicher anderer Währungen neben Dollar, Pfund und Euro. Die Umrechnungsgebühr beträgt dabei zwischen 1% und 2%, somit können Sie gegenüber der Standard-Konversion von Amazon mindestens die Hälfte sparen.

    Registrierungs-Formular

  • Besuch von MarktPlatz1 bei Amazon in Seattle – Eine Reise in den Mittelpunkt der Amazon DNA

    Besuch von MarktPlatz1 bei Amazon in Seattle – Eine Reise in den Mittelpunkt der Amazon DNA

    Die Gewinner des Programms „Unternehmer der Zukunft #UdZ“, zu denen auch ich als erfolgreicher Coach von MarktPlatz1 zählen durfte, wurden von Amazon eine Woche lang in die Hauptstadt des E-Commerce geladen: Nach Seattle, Washingtons Hauptstadt, wo Amazon gegründet wurde. Auch heute befindet sich der offizielle Hauptsitz des Online-Giganten noch dort.

    In diesem Blogbeitrag möchten wir Euch unsere Eindrücke und Erlebnisse, aber auch einige Erkenntnisse und Neuigkeiten vermitteln, die wir in dieser Woche bei Amazon sammeln durften.

    Der Amazon-Marktplatz aus Sicht der Amazon-Zentrale

    Global Selling Breakfast bei Amazon Seattle auf der Terrasse des Gebäudes AMELIA, mit Aussicht auf die Spaceneedle.

     

    Warum der Tower AMELIA heisst. Prime Air ist also mehr als ein Marketinggag…

    Am Dienstag erzählt uns Nicholas Denissen, Vicepresident Amazon Marketplace, von der globalen Ausrichtung und der Vision, dass jeder Händler überall verkaufen können soll.
    Bei Marketplace stehen neben dem Endverbraucher die Bedürfnisse der Amazon-Seller im Vordergrund. Rund um die Amazon-Marktplätze wurden laut eigener Studie mehr als 600.000 Jobs bei Amazon-Verkäufern geschaffen. Der Marktplatz macht mittlerweile mehr als 50% des Verkaufsvolumens der Plattformen aus und die Verkäufer sollen Zugriff auf immer mehr Amazon-Programme erhalten. Darunter z. B. Amazon Business, Amazon Sparabo, Amazon Dashbutton, Amazon Keywordsearch-Ads etc. Und tatsächlich wurde programmatisch immer öfter mit der Vendorenseite gleichgezogen bzw. manchmal sieht man auch heute schon Innovationen, die zuerst den Verkäufern zur Verfügung stehen, z. B. Amazon Handmade. Amazon Indien hat erstmals nur als Marktplatz gestartet und wird also ausschließlich von Händlern bespielt.

    Der einfachste Weg via Amazon, China zu adressieren, ist ein USA-Account und dort Ware via Prime (FBA) anzubieten bzw. die Exporteinstellungen worldwide zu aktivieren.

    Eine Führung durch Amazons Gebäudewelten in Seattle Downtown


    Amazons benennt dieses Gebäude #Day1. Denn Tag1 war hier und #Day1 ist auch jeden Tag Programm. Sowohl im Mindset der Mitarbeiter als auch in der Gebäude-CI.

    Die Coaches Klaus Forsthofer und Peter Höschl mit dem Siegerteam Freudenthaler Kinderladen bei Amazon in Seattle
    Die Biosphere von der Strasse
    Franziska blickt erfreut auf die Amazon Biosphere

    Was Amazon von den anderen „Techs“ unterscheidet ist, der Aufbau des Hauptquartiers. Während Google, Facebook und Apple zumeist in einem externen Campus residieren, macht Amazon das anders. Ganz anders. Hier sitzt man mit mehreren Gebäuden in Seattle Downtown. Es scheint, als wäre Amazon vollständig und unaufgeregt ins Stadtbild integriert – und das, obwohl 40.000 Amazonians in Seattle beheimatet sind. Spektakulär wirkt einzig die Amazon Biosphere. Hier sollen durch verschiedene Klimazonen unterschiedliche Pflanzenarten in einem Ökosystem zusammengefasst werden. Ob das wohl eine Anspielung auf die Anbietervielfalt der Marktplatzhändler ist?

    Amazon heizt seine Gebäude übrigens mit Serverwärem. Die Abwärme eines AWS-Centers (Amazon Web Services) versorgt die umliegenden Bürotower mit Wärme. Welche Daten dort wohl gespeichert sind?

    Der schlichte Auftritt ist insofern besonders bemerkenswert, da Seattle selbst ca. 700.000 Einwohner zählt. Dies bedeutet das fast 6% der Gesamtbevölkerung Amazonians sind. Neben Amazon haben hier auch noch Boeing, Starbucks, Microsoft, Adobe und Google Ihre Zentralen oder zumindest wichtige Divisionen. Die Stadt wirkt wie ein Magnet, wöchentlich ziehen ca. 1.000 Menschen zu, konnten wir von der Stadtführerin erfahren.


    Wer hier große Leuchtreklame erwartet, wird enttäuscht, nicht mal die großen Tower sind gebrandet und im Erdgeschoss residieren dort oft kleine lokale Cafes oder Restaurants. Dennoch findet man zwischen den Towers Outdoorcafes, Communitystände (mit kostenlosen Früchten für jedermann) und Freiflächen, die von Amazonians und allen anderen für den Austausch genutzt werden.

    Fast könnte man den Eindruck gewinnen, dass man auf keinen Fall das Stadtbild verändern möchte, wäre da nicht die Biosphere, das geheime Wahrzeichen für Vielfalt. Unzählige verschiedene Klimazonen sorgen für eine Pflanzenpopulation, die in dieser Form und Konstellation einzigartig sein soll. Hinein ins Gebäude konnten wir nicht, da diese noch von Bauarbeitern bevölkert wird.

    Selbst in Gebäuden wie ins Day1 kann jeder rein. Es werden Sitzmöglichkeiten und flottes WLAN für jedermann angeboten. Dort konnten wir wunderbar unsere E-Mails abarbeiten und zusehen, wie Hunderte von Mitarbeitern ein und ausgingen.

    Dahinter ist aber die Securityline – und diese passiert man als Besucher nur registriert mit Begleitung.

    Hinter der Sicherheitsschranke befindet sich dann kleine Kaffeeröster, die Amazonians mit Cappuchino & Gebäck versorgen. An den Tischen sitzen unzählige Mitarbeiter mit Ihren Laptops um zu arbeiten oder sich auszutauschen. Alles ist sehr funktional und jeder Tower wurde in seinem eigenen Stil eingerichtet. Die Mitarbeiter wirken genauso wie ihr Standort: Unaufgeregt, aber konzentriert.

    Amazon Go Shop – Einkaufen ohne Schlangen und Kasse. Coach Peter Höschl und Klaus Forsthofer vertreten sich schon mal die Füße und besuchen das PoS-Shoppingkonzept der Zukunft?

    Unscheinbar ist der Go Store, der derzeit nur für Beta-Kunden freigegeben ist. Trotzdem kann man sich am Eingang vom „Go“ einen guten Überblick verschaffen. Betakunden kommen zahlreich, öffnen eine App und scannen den QR-Code am Eingang. Danach nehmen Sie Ihre Wunschprodukte aus den Regalen und sind schon wieder raus. Auf meine Frage, wie genau die Produkte dem Kunden zugeordnet werden, erhielt ich vom Store-Observer nur einen großen Smile und die Antwort: „There is a lot of great technology integrated“.

    Amazon UDZ-Team vor der Geschichte des Amazon Kindle. Nicht zu sehen aber der erste Kindle in „weiß und Gameboy“ war in 2007

    Learning: Das was wir in Deutschland von Amazon kennen, war nur der Anfang. In Seattle wird an Dingen getüftelt, die unsere Art zu leben vermutlich nachhaltig verändern werden. Es wurde aber auch an zahlreichen Programmen gearbeitet, die uns gar nie erreicht haben, da diese vor dem Export nach Europa wieder verworfen wurden.


    Learning: Die Preisunterschiede zwischen Offline und Online sind in den USA enorm. Während der europäische Einzelhandel oft nicht weit von den Onlinepreisen entfernt ist, sehen wir in den USA gewaltige Unterschiede. Die USD 99 Primegebühr in den USA scheinen aus diesem Blickwinkel fast ein Geschenk zu sein. OFFLINE ist teuer, sehr teuer, und das, obwohl die Mehrwertsteuer nur die Hälfte beträgt. Vielleicht ist auch das mit ein Grund, warum deutsche Einzelhändler so effizient sind bzw. sein müssen.

    Amazon Logistik mit Amazon (Kiva) Robotics

    Eine Autostunde südlich von Seattle befindet sich das BFI3, Amazons Name für dieses Großpaketlogistikzentrum, unterstützt von Robotertechnologie.

    Stephanie Oppitz von der Windelmanufaktur und ihr Mann Volker im Amazon Logistikzentrum

     

    Amazon (Kiva) Roboter fährt einen Warenkorb zu einem Picker heran. Foto: Amazon

     

    Ein Amazon Picker entnimmt Produkte aus dem Warenkorb. Danach fährt der Roboter den Warenkorb zurück ins Lager. Foto: Amazon

     

    Auf der Suche nach Robotertechnik. Das UdZ-Team im im Logistikzentrum BFI3

    Die Mitarbeiter haben dabei 4 Wochenarbeitstage à 10 Stunden am Stück, mit jeweils 3 Pausen. Allen Mitarbeitern werden, auch branchenfremde, Weiterbildungen bezahlt. Man bezeichnet sich selbst als Community. Das ist für so manchen ein Karrieresprungbrett in Richtung außerhalb Amazon. Ob die Arbeitgeberidentifikation in den USA höher ist?

    Heruntergefahren wird ein solches Lager 1 bis 2 mal pro Jahr für Wartungsarbeiten. Interessant: Die Mitarbeiteranzahl in den einzelnen Lagern steigt trotz zunehmender Robotisierung. Vermutlich bewältigen diese Lager heute auch eine wesentlich größere Menge an Paketen und Aufgaben. In Deutschland gibt es bisher ein Amazon-Lager, in dem Robotertechnik eingesetzt wird.

    Erstmals haben wir auch vollautomatische Gabelstapler gesehen.
    Manche Besucher waren etwas enttäuscht, dass bei Amazon noch immer so viel von Hand gemacht wird, hatte man sich doch die „Roboterfabrik“ erwartet. Die anderen waren erleichtert, dass es die Jobs weiterhin gibt. Wohin uns die Technisierungsreise wohl hinführen wird? Mehr Jobs durch mehr Roboter oder doch umgekehrt? Mehr Produktivität auf jeden Fall, das ist gewiss.

    Imposant sind auch zahlreiche Services für alle Mitarbeiter:
    Das erste Mal gesehen: Eine Mitarbeiternotfallhotline. Hierhin können sich Mitarbeiter wenden, wenn persönliche oder familiäre Notfälle auftreten. Geholfen wird dann anonym, ohne die Verständigung des Vorgesetzten. Überhaupt scheint Amazon resp. Arbeitgeber in den USA teilweise die Rolle des Staates zu ersetzen. Auch ehemalige Militärmitarbeiter oder deren Angehörige finden bei Amazon Beschäftigung.

     

    Global-Selling-Workshop: Wohin geht die Reise von Amazon global?

    Die Weltkarte aus Amazon-Sicht. Es gibt noch Potential nach oben, insbesondere für deutsche Verkäufer, die das Potential noch nicht einmal im Ansatz ausschöpfen.

    Dazu haben wir über „Whats after North America & Europe“ gesprochen. Immer interessanter scheint der Markt in Asien zu werden. Indien bietet sich an, da es schon gut erschlossen ist und ausschließlich auf Marketplace. Marktgröße, Sprache und Entwicklungsgrad von Amazon sprechen aus unserer Sicht dafür. Auch Australien ist gerade gestartet. Japan ist zwar schon gut entwickelt, aber in der Sprachproblematik besteht wohl eine Hürde.

    Im Global-Selling-Workshop konnten wir 2 USA-Seller kennenlernen die gerade am Sprung nach Europa sind. Während für deutsche Händler die zentrale Herausforderung ist, Produktzulassungen und Steuerthemen abzubilden, scheint es umgekehrt vor allem die Sprache und Kultur zu sein. Ganz klar: Für die Amerikaner ist „einfach mal machen“ oberste Prämisse. Alles andere wird dann (hoffentlich) nachgezogen. Hier scheinen wir im Verhältnis relativ zögerlich zu sein.

    Für mich persönlich sehr faszinierend: Einer der beiden Seller, Furbo, setzt auf nur ein Produkt, eine cloubasierte Hundekamera.

    Furbo – Hundekamera mit Mehwerten auf amazon.com. Gepusht durch Amazon Exklusives. Ob das auch in Deutschland ein Renner wäre?

    Hier scheint sich neben Produktinnovation auch das Programm Amazon Exklusives zu entfalten. Bei diesem Programm bietet man quasi ausschließlich über Amazon an (Ausnahmen sind der eigene Webshop bzw. Laden). Hinter diesem Produkt steht aber auch ein ganzes Marketingteam, das Furbo via PR und Social-Media vermarktet. Interessante Sellerstory, insbesondere da Wettbewerbsprodukte die vielleicht nicht ganz so durchdacht sind, weniger als 50 USD kosten und nicht im Ansatz so erfolgreich sind. Diese Story sollten vielen Sellern zu denken geben, auch uns selbst.

    Auf meine Frage hin, ob amazon.ca (Kanada) tatsächlich ein Markt sei, wurde mir von beiden US-Sellern klar und ohne Zweifel kommuniziert: Unbedingt. Kanada auf keinen Fall beiseite lassen. Insbesondere die Verkaufspreisgefüge seien dort super.

    Angekommen in den Alexa-Labs

    Hier hat das Amazon Echo Team sich verewigt. Interessant, wie groß die Mannschaft 2014 schon war. Ob hier auch jeder Platz zum Unterschreiben gefunden hat?

     

    Diskussion über den Echo Show, der bereits angekündigt wurde und noch 2017 in Deutschland starten wird. Mit Display und Kamera bspw. für Videotelefonie!

    Besonders spannend war für mich der Overview über Alexa. Alexa ist in den US-Haushalten bereits weit verbreitet.
    Dennoch steht man erst ganz am Anfang. AI (Artificial Intelligence oder zu deutsch KI Künstliche Intelligenz) steht jedenfalls ganz oben auf der Prioritätenliste von Amazon.

    Im Moment wird Indien mit all seinen verschiedenen Dialekten und Sprachen ausgerollt. Seit Oktober gibt es nun auch die Voice ID, ein Feature, das bisher Google vorbehalten blieb. Alexa erkennt einen so anhand seines Stimmprofils eindeutig, quasi der Audiofingerprint.

    Auf Fragen hinsichtlich der Privatsphäre wurden beantwortet. Datenschutz, so die Kolleginnen, habe bei Amazon oberste Priorität. Die Mikrofone aktivieren sich erst beim Aufrufen des Codeworts und man könne in der App jede Spracheingabe einsehen und ggf. auch wieder löschen. Die Daten gehören den Nutzern, wurde uns versprochen.
    Stolz gab man sich auch bei der Anzahl der Alexa Skills. Viele viele tausend Skills von Drittanbietern stehen bereits zur Verfügung und täglich werden es mehr.

    Auf unsere Frage hin, was denn Alexa-Nutzer tun sollen, die sich in Alexa verliebt haben und deshalb nicht mehr aus der Wohnung gehen wollen? Mit einem großen Schmunzeln im Gesicht sagte man uns, man wird dort sein, wo die Nutzer Alexa haben wollen. Nachgefragt, ob bald Wearables kommen? Dort wo uns unsere Nutzer haben wollen, dort werden wir in Zukunft sein.

    Was uns Sellern das bringt?

    Derzeit werden bereits Produkte von Amazon-Nutzern via Alexa gekauft und Prime-Angebote beachtet. Um also für Alexa verfügbar zu sein, muss man die Ware via FBA verfügbar machen.
    Jedenfalls ist Alexa mehr als nur Shopping und wird das Kundenverhalten nachhaltig verändern.

    Treffen mit Sebastian Gunningham, Senior Vice President Marketplace

    Mit Stefanie Oppitz von der Windelmanufaktur gab es eine interessante Diskussion über Nachhaltigkeit von Produkten, Premiumpreise und kulturelle Unterschiede zwischen den Märkten.

    Neben diesen Details platzierten wir Fragen zu den nächsten regionalen Vorhaben von Amazon. Wer Amazon kennt, der kann sich vorstellen, dass die Welt der Plan ist. Es gibt aber tons of work und so müsse man priorisieren. Amazon spricht aber nicht so gerne von ungelegten Eiern und kommuniziert in der Regel nur ausgerollte Projekte.

    Für hochwertige Produkte aus Europa eignen sich aber idealerweise die wohlhabenden Prime-Kunden in den USA. Hier kann man wohl derzeit eine kaufkräftige Gruppe an Personen ansprechen.

    Seller und Vendor scheinen immer weiter zusammenzuwachsen. Das Wichtigste sei, dass jeder Anbieter möglichst einfach seine Produkte ausrollen kann.
    Jedenfalls ist die Vision, dass man mit einem einzigen Listing seine Produkte weltweit offerieren können soll.

    Auch wir konnten einige Themen bei einem Top-Manager platzieren, unser Wunsch: Flag Out Transparency by Sellers & Products.
    Also Kennzeichnung der Listings  nach Produktherkunft und Händlerland mittels Fähnchen.

    Die Bibel scheint ganz klar die Zukunft zu sein. Kein einziges Mal in „Amazonland“ habe ich das Wort Shareholder oder Money gehört. Auch das Wort Wettbewerber gab es nur auf Nachfrage, wer der wichtigste Wettbewerber sei? Es gibt Wettbewerber da draußen, aber unsere Vision ist der Kundenfokus.

    Hier in Seattle hat man das Gefühl, als sei man von Wettbewerbern getrieben, warum auch soll man sonst täglich #DAY1 leben? Tatsächlich sind es aber keine Wettbewerber, die Amazon großes Kopfzerbrechen machen, sondern viel eher die eigene Vision. Das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu sein und es Händlern so leicht wie möglich zu machen, international zu verkaufen. Tons of work for the next years. Da ich mittlerweile schon viele Unternehmen kennen lernen durfte: Es ist imposant, wie stark die DNA bei den Amazon-Mitarbeitern aller Stufen verankert ist. Ein bisserl bekommt man das Gefühl, als seien sie alle (Mit-)Unternehmer und ohnehin Teil der „Community“. Dass bei Amazon alles gemessen wird, ist nichts Neues. Es wirkt aber interessanterweise niemand gehetzt oder genervt (oder man hat diese Menschen während unseres Besuchs in anderen Gebäuden untergebracht ?).

    Amazon Bookstore: From online to offline

    Amazon Bookstore

    2015 eröffnete Amazon seinen ersten physischen Buchladen, den Amazon Bookstore, auf dem Washington Place in Seattle. Als Vorbild dienen die Apple Stores. Vor mehr als 20 Jahren begann die Karriere von Amazon ja bereits mit Büchern, mit den Bookstores geht das Unternehmen also wieder „back to the roots“.
    Die Bücher werden dabei so in die Regale gestellt, dass das Cover komplett sichtbar ist – die Konsumentenerfahrung ist Amazon wichtiger als eine platzsparende Logistik. Von klassischen Buchläden kenne ich das nur bei Bestsellern. Die Preise sind identisch mit denen auf amazon.com.
    Sortiert werden die Bücher nach Kundenbewertung, „schlecht“ bewertete Bücher mit 4,7 Sternen oder weniger kommen gar nicht erst in den physischen Store. Ausschnitte aus Kundenrezensionen und die durchschnittliche Sterne-Bewertung werden auf einer „Review Card“ ausgedruckt und an den Büchern angebracht. In jedem Regal befindet sich außerdem ein Amazon kindle, auf dem alle Bücher des jeweiligen Sortiments in digitaler Form gespeichert sind.
    So sollen die Vorteile des Online- und Offline-Stöberns vermischt werden. Gleichzeitig durchzieht eine klare Amazon-Identität auch die physischen Stores.


    Sterne spielen auch im Offlinegeschäft eine große Rolle


    Bezahlen kann man mit dem Amazon Kundenkonto

    Danke an das Amazon Deutschland PR Team für diese einmalige Gelegenheit Amazon in Seattle zu besuchen. Impressive.

    Neubewerbungen für das Programm #unternehmerinnenderzukunft in 2017/2018 sind hier möglich: www.amazon.de/UnternehmerInnenderZukunft  

    Weitere Schnappschüsse der Reise

     

  • Barcodes auf Amazon – Was unterscheidet EAN, ASIN und SKU?

    Barcodes auf Amazon – Was unterscheidet EAN, ASIN und SKU?

    Viele neue Amazon-Verkäufer lassen sich durch das verschachtelte System aus verschiedenen Artikelnummern im Amazon-System verwirren. Oft stolpern wir über Fragen von Sellern, die nicht genau wissen, wie sie einen Artikel als FBA (Fulfillment by Amazon)- oder FBM (Fulfillment by Merchant)-Angebot anlegen, sich wundern, wie sie SKUs erstellen können und denen die Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Barcode- bzw. Produktidentifikations-Systemen nicht bekannt sind. Wir möchten Ihnen in diesem Blogbeitrag erklären, was Sie beachten sollten.

    Was ist ein EAN?

    Die binären Strichcodes, welche beispielsweise am Supermarkt an der Kassa ausgelesen werden, sind auch auf Amazon relevant. Sie dienen zur Identifizierung eines spezifisches Produkts innerhalb und außerhalb des Amazon-Katalogs. Am weitesten verbreitet ist bei uns der dreizehnstellige EAN (European Article Number). Wenn Sie Produkte auf Amazon verkaufen möchten, müssen diese über einen EAN-Code verfügen.

    Offiziell wird dieser Code auch als GTIN bezeichnet, der Name EAN ist jedoch geläufiger. Im Übrigen ist er mit der ISBN-13, wie sie auf Büchern verwendet wird, identisch.
    Beantragt werden können die Codes bei der GS1 Germany GmbH, übrigens auch von Privatpersonen. Der EAN ist mit dem älteren, zwölfstelligen Barcode-System UPC (Universal Product Code) kompatibel. Wird eine Null vor den UPC gestellt, kann er als EAN verwendet werden. UPCs sind vor allem in Nordamerika verbreitet und aufgrund der Kompatibilität zu EANs für internationale Seller gut geeignet.

    EANs und das singuläre Produktlisting

    Wenn Sie ein Produkt verkaufen möchten, dass auf Amazon bereits von anderen Verkäufern angeboten wird, können Sie über „Lagerbestand“ → „Produkt hinzufügen“ den Barcode des Artikels eingeben und nach dem Produkt suchen. Pro Barcode ist bei Amazon nur eine Artikelanlage möglich. Das heißt, Sie können Ihren Artikel in diesem Fall nur auf der bereits bestehenden Artikelanlage verkaufen und teilen sich den Markt mit anderen Sellern, anders als beispielsweise bei eBay.

    Theoretisch ist es zwar möglich, eigene EANs zu vergeben, die Bestehenden zu überkleben und so ein „eigenes“ Produkt anzubieten (um die alleinige Buybox zu haben), allerdings verstößt das gegen die Amazon-Richtlinien. Manche Verkäufer gehen dazu über, Produkte in Bundles anzubieten und für diese ebenfalls wieder eine eigene EAN zu vergeben. Bitte beachten Sie die hier sehr spezifischen Amazon-Richtlinien.

    Preiskampf auf dem singulären Produktlisting
    Preiskampf auf dem singulären Produktlisting (Quelle: amazon.de)

    Was ist eine ASIN?

    Die zehnstellige Amazon Standard-Identifikationsnummer ist die Artikelnummer auf den Amazon-Plattformen. Jede ASIN gibt es nur einmal. Die Codes inkludieren anders als EAN-Codes auch Buchstaben. Wie im vorigen Absatz erwähnt, erlaubt Amazon keine Dubletten, d.h. wenn ein Produkt doppelt vorhanden ist, können Sie den Seller Support kontaktieren und diesen bitten, die ASINs zusammenzufassen.

    Ein kleiner Tipp:

    Mit Hilfe der ASIN können Sie Kurzlinks erstellen.
    Beispiel: Sie suchen nach „iPhone Smartcase“ und gelangen auf diesen Artikel: https://www.amazon.de/Innomark-3D-Druck-Smartcase-praktische-Schutzh%C3%BClle-Doppel-Gummi-Beschichtung/dp/B071Z8K91Q/keywords=iPhone+Smartcase
    In der URL befinden sich weitere Parameter, beispielsweise über Ihre Suchanfrage. Wenn sie alles bis auf amazon.de/dp/ und die ASIN kürzen, erhalten Sie einen kompakten Link: https://www.amazon.de/dp/B071Z8K91Q/

    Hier können Sie nun beispielsweise das „.de“ zu einem „.fr“ ändern, um denselben Artikel auf dem französischen Marktplatz zu betrachten: Die ASIN bleibt über die verschiedenen Marktplätze hinweg gleich. Da wie auch die EAN jede ASIN auf Amazon in der Regel nur einmal verwendet wird, kann aus der ASIN die EAN abgelesen werden und umgekehrt – Dies ist über verschiedene Online-Rechner möglich.

    Achtung: Bei Büchern ist die ASIN identisch mit der verkürzten Form der ISBN, der ISBN-10.

    Was ist eine SKU?

    EANs und ASINs unterscheiden sich von der Stock Keeping Unit in zwei fundamentalen Aspekten:

    • Sie werden vorgegeben bzw. zufällig generiert, ohne Einfluss des Händlers
    • Sie erlauben nur ein Produkt pro Nummer

    Die SKU können Sie hingegen selbst vorgeben und auch die selbe ASIN mit mehreren SKUs anlegen. Das ist zum Beispiel dann hilfreich, wenn Sie ein FBA-Angebot und ein FBM-Angebot auf dem selben Artikel schalten wollen, oder dasselbe Produkt neu und gebraucht verkaufen möchten.

    ASIN, SKU und ISBN-10
    ASIN, SKU und ISBN-10

    Viele Verkäufer beachten nicht, dass die Möglichkeit einer eigenen SKU-Vergabe ein immenser Vorteil sein kann: Sie können Informationen zu Ihrem Produkt und Ihren Logistikprozessen direkt im Titel hinterlegen und so einfach und schnell Bestandsauswertungen durchführen. Definiert der Seller die SKU nicht selbst, vergibt Amazon automatisch ein individuelles Kürzel.

    Hilfreiche Daten, die Sie beispielsweise in der SKU hinterlegen können:

    • Hersteller oder Lieferant (Kürzel)
    • Lagerplatz
    • Einstelldatum
    • Minimalpreis oder Einkaufspreis

    Fazit

    Der Barcode (bei uns meist EAN) dient innerhalb und außerhalb von Amazon zur eindeutigen Identifizierung von Produkten. Genauso wie die ASIN wird dieser nur einmal vergeben, letztere findet jedoch nur auf Amazon selbst Verwendung. Die SKU bezeichnet die individuelle Produkt-ID eines Sellers. Um Logistikprozesse, Bestandsauswertungen und Verkaufsstatistiken einfacher zu machen, sollte der Seller die SKU selbst bestimmen und sie dabei möglichst informativ halten.

  • Amazon-Broker-Modelle: Das dritte Modell neben Vendor und Seller – Eine Lösung mit steigender Beliebtheit für Markenhersteller

    Amazon-Broker-Modelle: Das dritte Modell neben Vendor und Seller – Eine Lösung mit steigender Beliebtheit für Markenhersteller

    Wer heute ein Produkt online vertreiben möchte, sollte auch über Angebote auf Amazon verfügen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Neue und viel größere Zielgruppen, starke Umsatzsteigerungen und die Möglichkeit, Produkte auch im Ausland relativ unkompliziert verkaufen zu können. Zudem können über Amazon FBA („Fulfillment by Amazon“) Logistikprozesse ausgelagert werden, sodass eine Reduktion der eigenen Lagerkosten möglich ist (siehe auch unsere Artikel zu den Vor- und Nachteilen von FBA sowie Prime für Verkäufer)

    Unterschiedliche Vertriebswege auf Amazon

    Grundsätzlich gibt es „offiziell“ zwei verschiedene Wege, wie Sie Ihre Produkte auf Amazon verkaufen können. Manchmal ist auch eine gemischte Strategie sinnvoll, bei der ein Teil des Sortiments über Marketplace angeboten wird, während bestimmte, ausgewählte Produkte direkt an Amazon geliefert werden.

    1. Amazon Marketplace mit FBA und FBM: Als Seller (Händler) auf Amazon unter eigenem Namen verkaufen

    Bei Amazon Marketplace bleibt Ihnen grundsätzlich mehr Kontrolle über Ihre Produkt-Listungen als bei Amazon Vendor. Marketplace bedeutet, dass Sie auf einem Artikellisting als Verkäufer angegeben werden und den Kundenservice sowie die Artikelanlage (mit Texten und Bildern) selbst abwickeln. Auch Ihre Preise können Sie selbst bestimmen. Der Marketplace ist zusätzlich noch einmal zwischen FBA(„Fulfillment by Amazon“) und FBM („Fulfillment by Merchant“, auch FBS „Fulfillment by Seller“ genannt) unterteilt: FBA-Artikel werden vom Verkäufer bei Amazon eingelagert und im Falle einer Bestellung von Amazon versandt, während FBM-Produkte direkt vom Verkäufer verschickt werden (meist mit zusätzlichen Versandkosten für den Käufer). Verkaufen über den Amazon-Marktplatz ist eine flexible Angelegenheit, bei der Sie jedoch oft in Konkurrenzkampf mit anderen Verkäufern und Amazon selbst treten müssen.

    Vorteile von Amazon Marketplace für Seller:

    • Volle Kontrolle über Ihre Produktpreise (natürlich unter Berücksichtigung eines möglichen großen Preiswettbewerbes durch andere Seller oder Amazon selbst)
    • Mit FBA ist ein guter Kompromiss zwischen Vendor und Seller Central möglich

    Nachteile von Amazon Marketplace für Seller:

    • Hoher Ressourcenaufwand für Kundenservice, Retourenabwicklung, …
    • Evtl. Preiskampf mit anderen Sellern (daher am besten auf eigene Produkte setzen)
    • Besonders die Formatierung von Texten bereitet vielen Sellern Probleme, ganz zu schweigen von mit den Richtlinien konformen Bildern. Der suboptimale Content sorgt für ein schlechtes Ranking im Amazon-Algorithmus und dadurch in Kombination mit dem psychologischen Faktor für eine niedrige Konversionsrate. Viele Unternehmen haben nicht die entsprechenden Ressourcen, sich in den Amazon-Algorithmus einzuarbeiten und Artikel optimal anzulegen. Dazu kommen komplizierte bürokratische Hürden zum Beispiel beim Verkauf von Artikeln im Ausland und der Berücksichtigung entsprechender Steuersätze…

    2. Amazon Vendor: Artikel an Amazon Retail verkaufen – Verkauf und Versand durch Amazon

    Artikel direkt an Amazon (Amazon Retail) zu liefern, bietet ebenfalls Vorteile: Kunden bestellen in der Regel lieber direkt bei Amazon selbst, da sie schnellen Versand mit Tracking-Möglichkeit gewohnt sind und sich im Falle von Problemen am liebsten auf den Kundenservice von Amazon verlassen wollen. Auch ist es (gegen eine zusätzliche Gebühr) möglich, Texte besser zu formatieren und so beispielsweise Layouts mit Bildern für die Produktbeschreibung zu verwenden („A+ Content“). Die Konditionen müssen mit Amazon ausgehandelt werden. Problematisch hierbei ist der harte Kurs, den Amazon in letzter Zeit bei vielen Vendoren fährt. Vendor kann eine große Chance sein, jedoch sollte nicht vergessen werden, dass Amazon am längeren Hebel sitzt. Ist der Deckungsbetrag zu niedrig, werden Produkte durch eine schlechtere Sichtbarkeit abgestraft. Gleichzeitig wird auf dem Artikellisting Werbung für günstigere Konkurrenten geschaltet, bevor der Artikel in ein Prime-Only-Produkt konvertiert wird, das nur noch von Prime-Kunden gekauft werden kann. Letztendlich wird Amazon ein Produkt mit „schlechten“ Konditionen dann gar nicht mehr einkaufen.

    Vorteile von Amazon Retail für Vendoren:

    • Produkte werden direkt von Amazon verkauft – hohes Vertrauen der Kunden
    • Niedrigerer interner Ressourcenaufwand als für Seller
    • Teilweise besseres Ranking in der Produktsuche

    Nachteile von Amazon Retail für Vendoren:

    • Teils harte Konditionen mit Amazon
    • Wenig bis kein Einfluss auf den Produktpreis
    • Weniger Einfluss auf die Artikelanlage, usw. als bei Seller Central

    3. Das „dritte Modell“: Amazon Broker-Dienste

    Wer den Ressourcenaufwand scheut, den das Sellerprogramm mit sich bringt, aber auch aus verschiedensten Gründen nicht als Vendor an Amazon direkt verkaufen möchte, hat noch eine dritte Möglichkeit, seine Produkte mit jenen Konditionen und Rahmenbedingungen auf Amazon zu listen, die seitens Markenhersteller oft gewünscht sind: Das Modell der sogenannten Amazon-Broker. Dabei handelt es sich um ein Modell, bei dem man sich an einen erfahrenen Amazon-Seller wendet, der hier als „Broker“ zwischen dem Hersteller und Amazon fungiert. Hierbei wird die Ware zu einer vereinbarten Kondition vom Seller eingekauft, wobei die Kalkulation offen gelegt wird. Oft sind hier flexiblere Deals möglich als mit Amazon selbst. Der Hersteller verliert hier zwar einen Teil der Marge an den Broker, gleichzeitig verfügt er aber von Anfang an über ein kompetentes Amazon-Team. So ist es beispielsweise für junge Teams mit neuen Produktideen schnell möglich, auf Amazon Reichweite und somit Zugang zu neuen Kunden zu erlangen. Aber auch immer mehr Markenhersteller interessieren sich für dieses Broker-Modell auf Amazon, da man in einer konkreten Vereinbarung viele Punkte festlegen und somit Produktdarstellung, Preise und viele andere Faktoren gemeinsam definieren und sicherstellen kann. Zu Beginn sind keine bzw. nur unwesentliche Kosten für den Hersteller vorhanden: Der Verkäufer nimmt die Ware zum vereinbarten Preis ab und der Hersteller muss sich nicht um Verkaufs- oder FBA-Gebühren kümmern. Höchstens für zusätzliche Marketingmaßnahmen (Sponsored Products, AMS) oder Bewertungsmanagement (z. B. Amazon-Produkttesterprogramm VINE) könnten zusätzliche gemeinsame Budgets definiert bzw. vereinbart werden.

    Vorteile des Broker-Modelles auf Amazon:

    • Meistens bessere Konditionen beim Aushandeln von Margen
    • Gleich zu Beginn durchstarten, ohne sich erst einlernen zu müssen
    • Aufwand wird an Seller abgegeben

    Nachteile des Broker-Modelles auf Amazon:

    • Qualität der Artikelanlage abhängig von der Kompetenz des Sellers
    • Marge muss mit dem Seller geteilt werden
    • Evtl. Schlechteres Ranking als z.B. bei Vendor-Artikeln

    Fazit

    Welches der vorgestellten Modelle zu Ihnen und Ihren Produkten, Ihrer Markenphilosophie und Ihren Vertriebsplänen passt, sollten Sie genau evaluieren, bevor Sie sich dauerhaft festlegen. Viele Verkäufer haben gute Erfahrungen mit Mischformen gemacht, in denen Amazon Marketplace (Produkte auf Amazon anbieten) und Amazon Vendor (Produkte an Amazon verkaufen) kombiniert werden. Welches Modell zu welchen Produkten passt, sollten Sie sich gut überlegen. Gerne bieten wir Ihnen ein individuelles Coaching-Programm an, in dem wir auf Ihre individuellen Bedürfnisse eingehen können. Wir sind außerdem für viele namhafte Markenhersteller bereits als Broker auf Amazon tätig, gerne verhelfen wir auch Ihrer Marke bzw. Ihren Produkten zur verdienten Platzierungsqualität auf Amazon.

     

  • Amazon Prime für Verkäufer: Wie man Amazon Prime-Seller wird und was es bringt

    Amazon Prime für Verkäufer: Wie man Amazon Prime-Seller wird und was es bringt

    Amazon gilt als eines der Unternehmen mit der besten Kundenorientierung. Ob bei der Kaufabwicklung oder bei Retouren bis hin zur Bewertung: Alles ist darauf ausgelegt, reibungslos zu funktionieren. Leichte Bedienbarkeit und die Bequemlichkeit des Kunden stehen klar im Mittelpunkt. Noch stärker tritt die Kundenzentrierung innerhalb der kostenpflichtigen Prime-Mitgliedschaft auf. Amazon Prime eröffnet Kunden nicht nur den Zugang zu einer Streaming-Mediathek mit Musik und Filmen, sondern erlaubt es ihnen auch, Artikel „kostenlos“ mit Premium-Versand zu bestellen.

    Welche Vorteile bietet Prime für Seller?

    Filtern nach PrimeSchneller Versand und ein kostenloses Streamingportal für jährliche Kosten von derzeit (Stand: Juli 2017) rund 70 EUR sind anscheinend für viele Kunden attraktiv. Genauso wie die Anzahl der Prime-Nutzer gehen auch die Verkäufe durch Prime-Sales stark nach oben (Quelle). Wer Prime hat, kauft bei Amazon oft mehr Artikel als der Durchschnittnutzer.

    Für Euch als Amazon-Verkäufer bedeutet das erstens einen wichtigen psychologischen Faktor: Der Prime-Nutzer fühlt sich mit den in seiner Mitgliedschaft enthaltenen Services wohl. Nicht Teil davon zu sein, ist für Amazon-Seller eine verpasste Gelegenheit (so wie es für den Kunden eine verpasste Gelegenheit ist, nicht bei Amazon zu kaufen, wenn er doch über eine Prime-Mitgliedschaft verfügt).

    Wer blitzschnellen Versand gewohnt ist oder konkret wünscht, ärgert sich, wenn ein Verkäufer keine Prime-Produkte anbieten kann und bestellt evtl. bei einem anderen Händler oder kauft ein anderes Produkt.

    Daher ist der Faktor Prime auch ein Schlüsselelement beim Verständnis des BuyBox-Algorithmus, der definiert, welches Angebot neben dem Warenkorb-Feld angezeigt wird. Neben dem psychologischen kommt also ein technologischer Aspekt hinzu: Amazon spielt eure Produkte und Angebote besser aus, wenn Ihr sie mit Prime anbietet.

    Es besteht auch die Möglichkeit, auf Amazon Nicht-Prime-Angebote auszublenden:

    Prime Fidget Spinner
    Obwohl es ein günstigeres Angebot gibt…
    Prime Fidget Spinner 2
    …wird bei Amazon die teurere Prime-Version ausgespielt. Der Verkäufer „hat die BuyBox“.

    Amazon Prime-Versand: Was sind FBA und FBM?

    Während der sogenannte Versand via Amazon Prime früher auf von Amazon direkt verkaufte Artikel beschränkt war, haben heute auch Händler die Möglichkeit, das Logistiksystem von Amazon zu nutzen und Kunden ihre Ware extra-schnell und in gewohnter Lieferqualität zukommen zu lassen. Relativ neu ist bei uns in Mitteleuropa aber die Möglichkeit, als Seller im Eigenversand ebenfalls Prime anbieten zu dürfen. In diesem Artikel wollen wir Euch zeigen, wie das jeweilige Prime-Versandmodell für Euch funktionieren kann, was ihr beachten müsst und welche Vor- und Nachteile die Optionen Euch möglicherweise bieten.

    Prime mit FBA: Amazon als Logistikzentrum

    Früher war es ausschließlich Verkäufern mit FBA-Versand möglich, Artikel mit Prime zu verschicken (und auch heute ist das noch die einfachste Möglichkeit). FBA (Fulfilled by Amazon) heißt so viel wie „durch Amazon versendet“, was den Prozess bereits erklärt: Ihr schickt eure Produkte an ein Amazon-Logistikzentrum (nachdem ihr dort Lagerplatz gemietet habt) und müsst nicht selbst jedes Produkt verschicken. Bei einer Bestellung übernimmt Amazon das automatisch für Euch.

    Hinweis: In einem früheren Blogartikel haben wir bereits die Vor- und Nachteile von FBA ausführlicher für Euch aufgelistet.

    Besonders komfortabel für den Kunden ist hierbei, dass seine Pakete wie gewohnt über Amazon verschickt werden, d. h. er kann Euer Produkt mit anderen, von Amazon verkauften Produkten gemeinsam in den Warenkorb legen, um Versandkosten zu sparen, ihm steht die Sendungsverfolgung zur Verfügung, und die Lieferung erfolgt in der gewohnten Amazon-Verpackung und -Lieferqualität. Für Euch bedeutet FBA vor allem eine Erleichterung der Lager- und Versandprozesse: Ihr müsst Euch nicht mehr selbst um die Bestellabwicklung kümmern und greift auf Amazons riesiges Logistiknetz zurück.

    Link zu Amazons FBA-Seite mit Möglichkeit der Registrierung

    Prime mit FBM: Qualifikationen mit Eigenversand

    Seit Anfang 2016 haben auch Verkäufer, die ihre Waren selbst versenden, die Möglichkeit, Prime zu verwenden bzw. sich dafür zu qualifizieren. Allerdings wird hier eine makellose Versandhistorie vorausgesetzt, der Verkäufer muss die Möglichkeit haben, das Produkt innerhalb eines Werktags (bzw. je nach Uhrzeit innerhalb von maximal zwei Werktagen) zu liefern. Auch muss der Händler über einen hervorragenden Bewertungsdurchschnitt verfügen, seinen Kunden die Möglichkeit der Sendungsverfolgung zur Verfügung stellen und auch 2-3-Tage Standardversand innerhalb von Deutschland und Österreich anbieten können. Nach der Bewerbung müssen interessierte Seller zusätzlich eine Probephase erfolgreich absolvieren.

    Wie wir man Seller mit FBM-Prime:

    • Einwandfreie Versandhistorie im Eigenversand auf Amazon
    • Schnelle Lieferzeiten
    • Hervorragender Bewertungsschnitte bei den Händlerbewertungen
    • Sendungsverfolgungsmöglichkeit für Kunden
    • Erfolgreicher Abschluß der FBM-Prime-Probephase

    Mögliche Risiken: Was gilt es zu beachten?

    Grundsätzlich ist es für die meisten Verkäufer ratsamer, den Faktor Prime über FBA auszuspielen, da das Anmelde- und Probezeitverfahren viel von euren Logistikzentren abverlangt. Wenn ein Kunde bei Euch ein Produkt mit Prime-Versand bestellt, ist er natürlich sehr viel intoleranter gegenüber Fehlern bei der Lieferung oder gar Verspätungen: Dies könnte für Euren Account tödlich sein.

    Für die meisten Verkäufer lohnt es sich eher, Prime über FBA durchzusetzen. Welche Risiken hier auf Euch lauern (insbesondere steuerlich beim Versand ins Ausland), erklären wir Euch in unserem oben verlinkten Blogbeitrag (oder auch gerne in einem persönlichen Coaching). Bitte beachtet, dass Amazon FBA natürlich nicht kostenlos ist und ihr die Gebühren in Euren Verkaufspreis mit einkalkulieren müsst. Auch müssen beim Versand eurer Produkte an Amazon spezifische Richtlinien eingehalten werden (z.B. das individuelle Labeln aller Produkte).
    Für „Teilzeit“-Amazonverkäufer lohnt sich FBA aufgrund der hohen Kosten und anderer Hürden oft eher nicht.

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