Autor: Klaus Forsthofer

  • shöpping.at: Österreichischer Marktplatz als echte Alternative zu Amazon?

    shöpping.at: Österreichischer Marktplatz als echte Alternative zu Amazon?

    Screenshot: www.shöpping.at

    Die österreichische Post AG hat einen eigenen Marktplatz angekündigt: shöpping.at

    Das Besondere daran? Es soll sich um eine Marktplatzplattform handeln, die wie die ersten grafischen Impressionen schon zeigen, in rot-weiß-rot gehalten werden soll. Von österreichischen Händlern (bzw. Paketkunden der Post AG) für österreichische Verbraucher.

    Das ist besonders, besonders nationalromantisch. Denn ausländische Anbieter werden voraussichtlich nicht zugelassen und die Vorausetzung auf Händlerseite scheint zu sein, einen Paketbeförderungsvertrag von der österreichischen Post AG zu halten. Das bedeutet im Gegensatz zu anderen deutschsprachigen Marktplätzen eine Einschränkung um bis zu 90 % des verfügbaren E-Commerce-Sortiments, falls alle österreichischen Händler mitmachen sollten. Bei der Paketbeförderung hat die österreichische Post AG zwar einen guten Ruf, dennoch sind sie nicht als die günstigsten Anbieter bekannt. Dies wiederrum könnte sich in der Gesamtattraktivität der Verkaufspreise niederschlagen.

    Natürlich muss es für die Post AG ein Angebot sein um eine engere Bindung zu den Paketversendern zu bekommen. Die Abhängigkeit von einzelnen großen Playern im E-Commerce scheint hoch. Hier eine alternative Eigenlösung anzubieten ist attraktiv, aber nur dann wenn der Marktplatz auch auf entsprechende Verbraucherresonanz stößt. Dafür bedarf es entsprechender Alleinstellungsmerkmale. Man erinnere an www.meinpaket.de der deutschen DHL (Tochterunternehmen der Deutschen Post). Kein Ruhmesblatt und wenig Mehwert für die Verbraucher. Heute scheint der Marktplatz, trotz immenser Marketingbestrebungen, unter neuem Namen de.allyouneed.com auch nicht viel beliebter. Hoffen wir, dass das Projekt der Österreichischen Post wohl überlegt ist und nicht nur von einer nationalen Idee des Protektionismus lebt. Grundsätzlich muss sich heute ein neuer Marktplatz mit dem Generalisten Amazon messen, wenn der Sortimentsanspruch breit sein sollte.

    Unsere Erfolgsfaktoren für shöpping.at

    Welche Chancen/Komponenten sind aus unserer Sicht ausschlaggebend, dass www.shöpping.at zum Erfolgsmodell werden könnte:

    • Große Sortimentsbreite
    • Entsprechende Sortimentstiefe
    • Spezialsortimente
    • Logistikleistung, garantiert durch den Marktplatzbetreiber, welche mindestens den ebay PLUS Standard erfüllt.
    • Im Idealfall Lösung mit Same-Day-Delivery und zentralisierte Logistikangebote (ähnlich FBA) für die Händler, wenn möglich mit Kühllogistik. Hier könnte ein Crossing mit innovativen Lösungen der Post AG erfolgen (zB Zustellung in Paketboxen).
    • Versicherungs- und Garantieleistungen für Endverbraucher + schnelle und unbürokratische Konfliktlösung
    • Eine faire Gebührenstruktur die sich klar unter den Ebay-Gebühren positioniert. In der Startphase am besten kostenfrei für Händler um attraktive VK-Preise anbieten zu können.
    • Eine Expansionsmöglichkeit Richtung osteuropäische Staaten und Deutschland
    • Alleingestellte Zusatzangebote a la Amazon Prime, die deutliche Mehrwerte für die Verbraucher bringen (und dadurch Kundenbindung)
    • Besonders einfache und kulante Rückgabwicklungsmöglichkeiten für Verbraucher, am besten zentral gesteuert
    • (Kostenlose) Schnittstellen für Händler zu den wichtigsten Shop-ERP-Systemen
    • Eine Menge SEO und Onlinemarketing für den shöpping.at-Katalog
    • Ein großes Budget für Offlinemarketing in Print und TV
    • Ausbau der Logistikangebote um Kühllogistik
    • Kombinationsangebote die den stationären Händlern einen klaren Mehrwert bieten (z.B. Abholung in deren Filialen)
    • Volle Optimierung auf mobile Endgeräte und möglichst perfekter Artikelcontent
    • Bewertungssysteme die für entsprechende Transparenz sorgen und eine Marktplatzhygiene die Händler mit schlechten Ratings abmahnt bzw. im Fall der Fälle auch ausschließt
    • Händlertrainings
    • Im Idealfall kostenlose Onlineshopsysteme, dies erhöhte die Händlerakzeptanz

    Wir wissen, es ist heute nicht einfach einen neuen Marktplatz zu etablieren. Dennoch sehen wir von MarkPlatz1 eine gewisse Chance, wenn viele Dinge richtiggemacht und noch mehr Dinge übererfüllt werden. Die Post AG ist sicher ein potenter Projektauftraggeber. Dennoch haben wir immer wieder Marktplatz-Starts erlebt, die die Branche nicht verändert haben. Als letztes www.rakuten.at mit einer ähnlichen Idee, die die Branche bisher nicht revolutioniert haben.

    In kaum einem anderen Land kommen so viele E-Commerce-Bestellungen aus dem Ausland wie in Österreich. Dies liegt natürlich auch an der hohen Händlerzahl bzw. Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Onlineangebote. Diese Händler per se auszuschließen, ist aus unserer Sicht ein Fehler. Viel besser wäre es, klar zu deklarieren und die Verbraucher entscheiden zu lassen. Vielleicht spielt aber hier ein Eigeninteresse der Post AG eine Rolle: Die wenigsten ausländischen Händler liefern mit der österreichischen Post. Aber hier wäre die große Chance und umgekehrt könnte Shöpping als Sprungbrett für österreichische Händler ins Ausland dienlich sein. Gerade in einer Zeit wo Amazon und Co. Europäisierungs- und Internationalisierungsprogramme bieten.

    Am Ende wird das Projekt aber ohnehin nur von einem entschieden: Den Verbrauchern und genau diese Verbraucher werden neben einem rot-weiß-roten Logo vor allem eines brauchen: Zahlreiche Mehrwerte.  Hier tritt die Post AG klar gegen das Who is Who im E-Commerce an.

    Wir von MarktPlatz1 zollen jedenfalls der Idee und Projektierung Respekt, wenn wir zum heutigen Zeitpunkt und mit heutigem Wissenstand noch skeptisch sind. Vielleicht werden wir ja eines Besseren belehrt. Denn mit einem hat die Post AG in jedem Fall recht: Ein weiterer starker Player kann, gerade im Land der hohen Warenkorbwerte, nicht schaden. Zudem betreibt Amazon auch noch kein FBA-Lager in Österreich. Hier könnte der Faktor Umsetzungsgeschwindigkeit eine große Rolle spielen.

    Was halten Sie von der Idee hinter shöpping.at? Wie realistisch sehen Sie die Erfolgschancen des österreichischen Marktplatzes? Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

    Screenshot: www.shöpping.at

  • Amazon Mindestgebühr: Vorsicht beim Verkauf von Produkten mit einem Verkaufspreis unter 7 Euro.

    Amazon Mindestgebühr: Vorsicht beim Verkauf von Produkten mit einem Verkaufspreis unter 7 Euro.

    Für jeden Händler und Verkäufer, der auf Amazon verkauft ,sind die „normalen“ Verkaufsgebühren die Amazon erhebt, bekannt. Diese unterscheiden sich, je nach Produktkategorie und liegen zwischen 12% und 15% vom Gesamtverkaufswert. Dieser Wert ist an sich schon recht ordentlich, weil er sich am Artikelgesamtwert + den Versandkosten brutto orientiert.

    Achtung: Viele Verkäufer beachten immer noch nicht die Mindestverkaufsgebühr von Amazon

    Im Oktober 2014 hat Amazon diese Mindestverkaufsgebühr eingeführt. Fällt die Verkaufsgebühr bei z. B. 15% unter 0,5 EUR, so wird die Mindestgebühr von Amazon pro Artikel automatisch erhoben. Das heißt im Endeffekt, dass Amazon keine Verkaufsgebühr unter 50 Cent pro Artikel mehr akzeptiert. Diese besagte Grenze liegt folglich bei 3,30 EUR Artikel- und Versandkosten. Richtig teuer wird es für den Verkäufer, wenn der Kunde mehrere Artikel auf einmal bestellt. In dem Fall wären dann für jeden einzelnen Artikel diese 50 Cent Mindestverkaufsgebühr fällig. Hier sollten Händler dringend aufpassen.

    Stand Frühjahr 2016 gibt es immer noch reihenweise Angebote auf Amazon, die unter dieser Mindestgebühr verkauft werden. Das freut vor allem einen – Amazon. Händler sollten unbedingt diese Artikel in ihrem Sortiment neu berechnen und kalkulieren. Oftmals ist es auch so, dass Artikel erst ab einer gewissen Menge (ab dem zweiten, dritten oder vierten Artikel) dieser Mindestgebühr unterliegen. Beispiel: Produkt A kostet 0,89 EUR + 4,00 EUR Versandkosten. Das wären ingesamt 4,89 EUR. Bei 15% Verkaufsgebühr wäre die Mindestgebühr hinfällig, weil sie mit 0,73 EUR darüber liegt. Bei 2 bestellten Einheiten sieht es dafür schon anders aus. 2 x Produkt A kostet 1,78 EUR + 4 EUR Versandkosten. Insgesamt wäre man hier bei 5,78 EUR. Amazon teilt dann aber die Versandkosten durch 2 Einheiten. Die Verkaufsgebühr bezieht sich dann auf den Betrag von 2,89 EUR und somit unterliegen beide Artikel schon der Mindestgebühr.

    Besonders betroffen waren Artikel, die sehr günstig und zumeist versandkostenfrei auf Amazon angeboten wurden. Amazon scheint hier durchaus Interesse daran gehabt zu haben, Verkäufe in dem Bereich der Kleinstartikel zu schmälern. Händler konnten oftmals ihre Artikel sehr günstig in Briefform via Warensendung an den Kunden senden. Oftmals gab es hier Probleme bei der Zustellung, weil Amazon-Standards nicht erfüllt wurden. Zudem gab es kein Tracking der Waren und eine längere Lieferzeit.

    Tipps für Händler

    Zu allererst sollten der Lagerbestand und die angebotenen Artikel auf Amazon überprüft werden. Gibt es Artikel, die der Verkäufer für unter 3,30 EUR (Artikelpreis + Versandkosten) anbietet? Falls Artikel nicht mehr rentabel sind, sollten sie rigoros ausgelistet werden. Diese Artikel können einfach nicht mehr zum Umsatz beitragen, sondern würden ganz erheblich belasten. Dieser Prozess kann wiederum Wunder bewirken, weil man sich ein wenig mehr mit dem eigenen Sortiment auseinandersetzt. So könnte man im Endeffekt die unrentablen Produkte neu listen und im Mehrfach-Spar-Pack anbieten. So fällt man auf jeden Fall nicht mehr unter die Mindestverkaufsgebühr.

    Die reale Verkaufsgebühr aus Händlersicht

    Hier herrscht oft noch ein Missverständnis, das wir nun aufklären möchten.
    Die Verkaufsgebühren werden von Amazon festgelegt. Diese sind je nach Kategorie unterschiedlich. In vielen Kategorien sieht man eine Verkaufsgebühr von 15 % auf den Verkaufspreis. Das heißt, die Verkaufsgebühr wird immer vom Bruttoverkaufspreis erhoben. Da Händler aber meistens netto rechnen und die Umsatzsteuer oft nur als Durchlaufposten betrachtet wird, ist die eigentliche Verkaufsgebühr vom Nettoverkaufspreis höher.

    Beispiel:
    Ein Artikel kostet EUR 100,00 für den Endverbraucher bei Amazon. Dieser Artikel enthält 19 % deutsche Umsatzsteuer.
    Amazon erhebt hier eine Gebühr von 15 % in der Kategorie Drogerie und Körperpflege.

    Verkaufspreis: EUR 100,00
    Amazon-Gebühr: EUR 15,00
    Umsatzsteuer: EUR 15,97
    Verkaufstransferpreis für den Händler = EUR 69,03

    Vom Nettopreis (von Hundert) gerechnet beträgt die Verkaufsgebühr also nicht 15 %, sondern 17,85 %.

    Welche Erfahrungen haben Sie gemacht mit der Amazon Mindestgebühr? Wir freuen uns auf Ihr Feedback oder Ihre Fragen!

  • Praxistest: Was leistet das Tool Marketplace Analytics für Amazon Seller?

    Praxistest: Was leistet das Tool Marketplace Analytics für Amazon Seller?

    Heute möchten wir Ihnen in unserem neuesten Praxistest das Tool „Marketplace Analytics“ vorstellen.

    Zuerst wird Marketplace Analytics mit ausgewählten Produkten aus unserem Sellercentral-Account gefüttert. Nach 24 Stunden Artikelbeobachtung durch das Tool kann man sich schon mal eine grobe Übersicht über den Stand der aktuellen Produkte verschaffen. Eine übersichtliche Dashboardanzeige hilft uns hierbei, welche sich in 3 Reiter unterteilt:

    1. Buybox und Verkäufer

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    Screenshot: Marketplace Analytics

    Nach einer gewissen Einlaufzeit erkennt man schnell, ob die eigenen Produkte im Buybox-Besitz sind oder nicht. Detailliert kann man ebenfalls durch eine weitere, praktische Übersicht erkennen, wie viele Verkäufer sich auf dem Artikel befinden, wie viele Keywords hinterlegt sind und wie das Produkt bewertet wurde.

     

    Anbei ein Beispiel dieser Übersicht:

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    Screenshot: Marketplace Analytics

     

    2. Keywordrankings

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    Screenshot: Marketplace Analytics

    Diese grafische Darstellung wird erst mit der Optimierung auf Produkteebene aktiviert, denn die hinterlegten Keywords aus Amazon können nicht importiert werden. Um Keywords bei einem Child zu hinterlegen, kann nach dieser Videoanleitung das perfekte Keyword beim Artikel hinterlegt werden: https://www.youtube.com/watch?v=uxl53Zu8gP4

     

    Detailliert auf Produktebene werden die hinterlegten Keywords noch grafisch dargestellt:

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    Screenshot: Marketplace Analytics

    Dies hilft uns z. B. um schlechte Keywords auszumustern und durch kräftigere zu ersetzen.

    3. Produktbewertungen

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    Screenshot: Marketplace Analytics

    Diese Anzeige hilft uns dabei, unsere Produktbewertungen übersichtlich und überschaubar zu kontrollieren. Man kann hier sofort sehen, ob ein Artikel eine weniger befriedigende Bewertung bekommen hat, und direkt darauf eingehen.

    Zusätzlich gibt es noch weitere kleine Gimmicks wie z.B.:

    Spion:
    Hier hat man die Möglichkeit den Absatz von Wettbewerbsprodukten oder jedem beliebigen Produkt auf Amazon zu beobachten.

    Performance:
    Unter Anderem erhält man eine Übersicht zu Umsatz, Absatz, Sitzungen und Conversion Rate. Des Weiteren erkennt dieses Tool die Topseller sowie Auf- und Absteiger.

    Fazit

    Ein durchaus nützliches und relativ einfach zu bedienendes Analysewerkzeug, welches enormes Potenzial mit sich bringt. Einziges Manko ist der recht hohe Preis. Die Abrechnung erfolgt über Credits. Mehr Infos gibts auf der Website von Marketplace Analytics.

  • Praxistest: Sistrix Keyword-Tool für Amazon SEO Optimierung

    Praxistest: Sistrix Keyword-Tool für Amazon SEO Optimierung

    Amazon ist wohl die wichtigste Plattform im E-Commerce überhaupt, auch wenn es um die Produktsuche geht, sogar noch vor Google. Doch eins haben beide Plattformen gemeinsam: Keywords sind ein wesentlicher Faktor, um Produkte „findbar“ zu machen.

    Eine Umfrage von BloomReach unter 2000 Amerikanern ergab, dass Amazon die am meisten genutzte Suchmaschine ist, wenn es um Produkte geht. 44 % aller Amerikaner suchen zuerst bei Amazon, nur 34 % suchen in den bekannten Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Bing. Bei den Händlern direkt sind es ca. 21% der Suchenden. Somit bietet Amazon eine große Menge Daten an Suchanfragen.

    Neues Keyword-Tool für Amazon

    Noch weitaus mehr als bei Google spielen Keywords bei Amazon hinsichtlich SEO eine wichtige Rolle. Möchte ein Hersteller mit seinem Produkt bei Amazon gut ranken, so ist es von enormer Bedeutung, seine Keywords entsprechend gut auszuwählen. Dank dem neuen Amazon-Keyword-Tool von Sistrix bekommt man sehr schnell einen Überblick wie ein Produkt gesucht wird. Diese Keywords werden dann danach gewichtet, wie häufig sie innerhalb der ersten 10.000 Treffer vorkommen. Des Weiteren zeigt dieses Tool die von Amazon häufigsten angezeigten Kombinationen mit dem gewünschten bzw. eingegebenen Keyword.

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    Screenshot: Sistrix Keyword Tool für Amazon

    Praxisbeispiel:

    Nachdem das Keyword in das Suchfeld eingegeben wurde, durchsucht das Tool die Keyword-Datenbank nach entsprechenden Keywords. Oberhalb der Tabelle werden besonders häufig vorkommende Keyword-Bestandteile angezeigt. Danach folgt eine Tabelle mit vier Spalten. In der ersten Spalte steht das Keyword. Danach folgt ein sog. Indikator für die Anzahl der Treffer, die Amazon zu diesem Keyword findet. Anschließend folgen noch der durchschnittliche Preis und einen Indikator für die durchschnittliche Anzahl der Reviews. Die durchschnittliche Anzahl der Reviews zeigen an, ob sich viele Käufer mit dem Produkt beschäftigen.

    Mein Fazit:

    Ein tolles Tool um Transparenz im Amazon-Keyworddschungel zu schaffen. Einfach zu benutzen und klare Ergebnisse. Fortgeschrittene Nutzer können die Ergebnisse mit Google Trends verfeinern. Dies ist nicht nur für bestehende Produkte interessant, sondern auch ideal um nach Sortimentsnischen zu suchen (hohe Nachfrage mit wenig Angebot).

     

     

  • Der deutsche Online-Handel wird von 3 Großen beherrscht: Amazon, Ebay und Otto

    Aktuelle Zahlen von Similar Web geben Aufschluss, wer den Online-Handel dominiert und wie der Verbraucher zum Kauf im Onlineshop bewegt wird. Eines ist vorweg zu sagen: Beim Online-Shopping setzt der Kunde vor allem auf Vollsortimenter (lt. Studie von Pepper.com).

    4,8 Milliarden Visits insgesamt

    An die 4,8 Milliarden Mal besuchten die Deutschen im vergangenen Jahr die reichweitenstärksten Shops. Ganz vorne liegt hier der Onlineshop Gigant Amazon mit 2,1 Milliarden Visits, dicht gefolgt von eBay mit 1,9 Milliarden Visits und Otto mit 214,6 Millionen Visits.

    Elektronik und Mode beliebteste Produktkategorien

    Die beliebtesten Produkte waren im letzten Jahr Elektronik-Produkte und Mode. Daher finden sich auf Platz sechs der Elektronik-Händler mit 88,8 Millionen Visits, auf Platz sieben das Couponing Portal  Groupon.de mit 84,9 Millionen Visits und Conrad mit 66,16 Millionen Visits auf Platz 8. Zalando schaffte es mit 95,32 Millionen Visits immerhin auf Platz 5.

    Markenbekanntheit zahlt sich aus

    Groupon.de, eBay und Amazon wurden von den Verbrauchern im Durchschnitt mit 50,73 % direkt angesteuert.

    Die wichtigsten Traffic-Lieferanten

    Nach „Direkt Type“ (Direkteingabe der URL in den Browser) waren die wichtigsten Traffic Lieferanten Links von externen Seiten (Referrals). Die Top-Ten der führenden Online-Shops gewannen durch Links auf externen Seiten 1,1 Milliarden Visits. Generell ist dem noch hinzufügen, dass ca. 1/5 aller Besucher eines Online-Shops vorher Recherche betrieben.

    Dadurch lieferten Google und Bing zusammen 1,1 Milliarden Visits für die zehn größten Onlineshops (883,7 Millionen über die organische Suche und 171,9 Millionen über bezahlte Anzeigen). Besonders Elektronik-Händler wie Media Markt und Conrad generierten Ihren Traffic über 40 % via Suchmaschinen. Google dominiert diesen Markt mit 96,7 % Marktanteil.

    Social Media Einfluss für Traffic-Lieferanten

    Bisher hatten Soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter & Co. nur wenig Bedeutung für die führenden Online-Shops. Im Schnitt trugen Sie nur 2,8 % des gesamten Traffic bei. Der wichtigste Kanal war hier Facebook mit über 75,9 % und Youtube mit 12,9 %. Auf Platz 3 und 4 reddit ( (4 %) und Twitter (2,1 %).

    Newsletter und Display-Marketing

    Die größten Online-Shops konnten nur 1,2 % Ihrer Besucher über einen Newsletter generieren. Bei Otto lag die die Quote bei 0,73 % bei Mediamarkt 0,5 % und Conrad 0,6 %. Noch schlechter sieht es bei Display-Werbung aus. Hier kam nur jeder Hundertste Besuch über einen Werbebanner. Besonders negativ fiel hier Amazon und eBay auf: Sie konnten nur 0,4 und 0,2 % Ihres Traffic durch Display-Marketing generieren.

    Quelle: www.onlinehaendler-news.de

  • Die Amazon Marktplatz Trends 2016 inklusive Praxistipps

    Die Amazon Marktplatz Trends 2016 inklusive Praxistipps

    2015 war das große Jahr der Investitionen in die eigene Handlungsfähigkeit und Logistik für Amazon. Um den gewaltigen Logistikaufwand zu bewältigen, investiert Amazon in eigene Fuhrparks und Flotten. Amazon wird in diesem Jahr mit „Prime now“ seine Kunden an manchen Großstädten und Ballungsräumen innerhalb von nur 2 Stunden beliefern können. Dieser Service wird nun großflächig in den USA ausgerollt und ist auch in Zukunft für bestimmte Teile in Deutschland geplant. Amazon wird mit diesem Service seine Vormachtsstellung weiter ausbauen können und scheint unerreichbar zu enteilen. Diese Veränderung wird auch andere Händler und Onlineshopbetreiber betreffen, da die Standards von Amazon die ganze Branche beeinflussen. Die 1-tägige Lieferzeit gehört bei vielen Käufern schon heute zum Kaufkriterium eines Artikels. Falls Händler den fulfilled-by-Amazon Service (FBA) bisher noch nicht genutzt haben, wird es jetzt Zeit.

    Aufwertung von Amazon Prime

    Amazon fügt dem Kunden zur Prime-Mitgliedschaft somit einen weiteren erheblichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz hinzu. Dies wiederum wird dazu führen, dass immer mehr Kunden in die Prime-Mitgliedschaft eintreten. In den USA beispielsweise sind es inzwischen 50 Millionen Menschen, die Amazon „Prime“ nutzen. Im Jahr 2015 konnte Amazon 7 Millionen neue Prime-Mitglieder in den USA gewinnen, interessanterweise 3 Millionen davon in den ersten 3 Wochen des Dezembers. Amazon wächst und es wird in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach so weitergehen. Artikel, die von Amazon versendet werden haben eine sehr hohe Nachfrage, auch weil Amazon Standards setzt, an die sich der Kunde gewöhnt. Prime-Mitglieder kaufen ihre Waren fast nur noch über Amazon und schauen sich nur selten auf anderen Marktplätzen oder Online-Shops um.

    Was können Händler tun, um am Wachstum von Amazon zu profitieren?

    1. Nutzen Sie FBA!

    FBA-Artikel werden besser von Amazon geranked (bessere Reihung im Suchergebnis) und Sie haben einen nicht unerheblichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz, die ihre Produkte im Eigenversand anbietet. Amazon verlangt zwar etwas mehr an Gebühren, aber Sie können mit dem Prime-Angebot auch ein wenig teurer sein als die Konkurrenz.

    2. Pflegen Sie Ihre Produkte und Daten!

    Bei einem Sortiment von mehreren Tausenden Artikeln ist das eine Sisyphus-Aufgabe. Trotzdem: Eine ordentliche Artikelanlage auf Amazon ist schon die halbe Miete. Versuchen Sie bei jedem Artikel so viele relevante Informationen wie möglich zu hinterlegen. Amazon hat erst kürzlich die Keyword-Suche optimiert. Händler haben nun die Möglichkeit bis zu 1000 Suchwörter hinterlegen. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass der Artikel in der richtigen Kategorie hinterlegt ist. Kunden werden eine Zitronenpresse eher weniger in der Baumarktabteilung vermuten.

    3. Optimieren Sie Ihre Bilder auf Amazon!

    Artikel verkaufen sich erfahrungsgemäß zum großen Teil auch über das Produktfoto. Zudem wird die Auffindbarkeit des Produktes erheblich verbessert. Achten Sie beim Hauptbild auf einen weißen Hintergrund. Der Artikel selbst muss dabei ausgeschnitten sein. Fügen Sie dem Produkt Anwendungsfotos für den Artikel bei.

    4. Achten Sie auf Ihre Händler- und Produktbewertungen!

    Händler- und Produktbewertungen können oftmals ungerechtfertigt sein.  Analysieren Sie Ihre Sellerperformance und beanstanden Sie Feedbacks, für die Sie nicht die Verantwortung tragen. So können Sie beispielsweise nicht verantwortlich sein für Fehler oder Verspätungen im FBA-Versand, die von Amazon selbst verursacht wurden. Für FBA-Fehler übernimmt Amazon komplett die Verantwortung. Zudem wäre es zu empfehlen, dass Sie ungerechtfertigte Produktbewertungen kommentieren und ggf. versuchen den Kunden zu kontaktieren. Oftmals kann durch eine kurze Erklärung oder Ersatzlieferung der Kunde zufriedengestellt oder Missverständnisse aus der Welt geräumt werden.

    5. Eigenmarken!

    Amazon selbst empfiehlt Händlern inzwischen OEM-Produkte. Es besteht immer die Gefahr, dass sich auf Produkten, die Sie auf Amazon angelegt und entwickelt haben, nach einiger Zeit die Konkurrenz setzt. Es gibt bei Eigenprodukten aber keine direkte Konkurrenz. Des Weiteren können, bei erfolgreicher Einführung, höhere Margen kalkuliert werden. 
    Derzeit wird schon 1$ von 10$ der jüngsten Generation in Amerika online ausgegeben und dieser Trend wird mit großer Sicherheit noch steigen. Seller können mit diesen Maßnahmen Ihren Umsatz auf Amazon steigern und somit am wachsenden E-Commerce-Business partizipieren.

    Marktplatz1 wünscht ein erfolgreiches, wachstumsstarkes Amazonjahr 2016! Was sind Ihre Trends bzw. Ziele für Amazon im Jahr 2016?

  • Internationalisierung mit Amazon: Die EU-Marktplätze

    Internationalisierung mit Amazon: Die EU-Marktplätze

    Deutschland, Frankreich, England, Spanien und Italien: Das sind derzeit die 5 Marktplätze in Europa in denen Amazon seine Waren anbietet und verkauft.

    Die europäischen „Big 5“ wurden erst vor kurzem miteinander verbunden und dies ermöglicht es Verkäufern, ihre Waren auch auf den anderen Marktplätzen anzubieten. Durch einen einfachen Datentransfer ist es möglich, Waren die auf dem Heimatmarktplatz angeboten werden, auf die europäischen Marktplätze zu übertragen. Verkäufer erweitern somit ihr Käuferpotenzial um ein Vielfaches. Es kommen nicht nur 4 weitere große Marktplätze hinzu, sondern auch potenzielle Kunden aus Anrainerstaaten, die einen Account im jeweiligen Land erstellt haben. Dies verhält sich ähnlich mit Kunden in Österreich, die  einen deutschen Amazon-Account erstellen und sich die Ware in die Alpenrepublik schicken lassen.

    Amazon bietet dieses Angebot bisher für seine Seller auf der Plattform nahezu kostenlos an. Lediglich eine Grundgebühr von knapp 40 EUR fällt für die europäischen Marktplätze an. Seller sollten sich jedoch intensiv mit den „Verkäuferrichtlinien“ und den landestypischen Gegebenheiten vertraut machen. Zum Beispiel sollte beim Eigenversand eines Artikels zu einem ausländischen Kunden sichergestellt werden, dass der Kunde entweder die Ware gratis retournieren kann oder dass es eine Adresse im jeweiligen Land gibt zu der er die Ware schicken kann. Des Weiteren sollten Verkäufer dafür sorgen, dass die Angebote in die jeweilige Sprache übersetzt werden. Ein Angebot in deutscher Sprache werden Sie auf dem italienischen Marktplatz nicht verkaufen können. Externe Agenturen können hier helfen, die Texte zu übersetzen. Händler können den europäischen Verkauf ihrer Waren auf Amazon auch als Pilotprojekt für eine spätere Unternehmensgründung im Ausland sehen. So können Produkte schon einmal außerhalb des eigenen Marktes getestet werden und außerdem können so bestehende interne Strukturen genutzt werden, um erfolgreich international durchzustarten.

    Amazon bietet Ihnen die Möglichkeit die Ware auf 3 verschiedene Wege zu vertreiben:

    1. Eigenversand
    Das ist mit Sicherheit die leichteste Art seine Waren auf Amazon zu verkaufen. Durch einige Klicks kann man das Angebot erstellen oder auf bestehende Angebote „anhängen“. Beim Anbieten der Waren auf europäischen Marktplätzen sollte jedoch strengstens auf die Erhöhung der Versandkosten geachtet werden, da der Verkauf ansonsten unrentabel wird.

    2. Prime (Inland)
    Wenns Sie die Ware via Prime anbieten gibt es schon die bekannten Vorteile. Kunden erhalten die Ware beschleunigt, meist innerhalb von 1 Tag. Zudem gibt es Vorteile, die Ihnen helfen die Buybox zu erhalten. Durch die Buybox erhöht sich die Chance den Artikel zu verkaufen um bis zu 90 Prozent. Wie schon oben beschrieben können Sie die bei Amazon eingelagerten Bestände auch auf die europäischen Marktplätzen übertragen. Somit wird der Artikel dann auch auf einem europäischen Marktplatz via Prime angeboten. Achtung: Hier entstehen höhere Gebühren, die Amazon für den Versand veranschlagt und außerdem ist die Lieferzeit länger, um 2-3 Tage. Zudem erhalten Sie weniger den Platz in der Buybox gegenüber Verkäufern, die ihre Ware im jeweiligen Land in ein Amazon-Lager eingelagert haben.

    3. Prime (Ausland)
    Wenn Sie die Ware in einem ausländischen Amazon-Warenhaus einlagern haben Sie die größten Chancen auf hohe Absatzzahlen. Sie können mit dieser Maßnahme dem Kunden die Ware innerhalb von Stunden zukommen lassen, zudem erhalten Sie des Öfteren die Buybox. Hier ist natürlich vorausgesetzt, dass der angebotene Preis nicht viel höher ist als der der Konkurrenz.
    Wichtig: Wenn Sie Ware in einem ausländischen Marktplatz lagern und verkaufen sollten sie sich mit den steuerrechtlichen Gegebenheiten auseinandersetzen. Sie sollten sie sogar beim jeweiligen Fiskus melden, um Strafen oder hohe Nachzahlungen zu vermeiden. Hier werden Partneragenturen von Amazon angeboten, die Ihnen dabei helfen können.

    Die „Europärisierung“ der eigenen Produkte ist ein notwendiger Schritt, um mit den Veränderungen der Marktsituationen und der Konkurrenz Schritt halten zu können. Nur die ständige Arbeit und Reflexion am eigenen Sortiment und Service wird auf Dauer von Erfolg gekrönt sein.